国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0059 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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schen Strukturform. — Die Einsprenglinge: der Plagioklas, in Epidot und Calcit oder in
feinschuppige Glimmermassen umgewandelt, zeigt oft, trotz der weitgetriebenen Umwandlung,
einen zonaren Bau, die randlichen Partien saurer als die zentralen. Die Bestimmung der Zu-
sammensetzung des Plagioklas mittels optischer Analyse muss natürlich der starken Umwand-
lung zufolge unsicher werden. Wenn jedoch das gemessene Maximum der zur Albitzwillings-
ebene symmetrischen Auslöschungsschiefe, 21°, das wirkliche Maximum darstellt, sollte der
Einsprenglingsplagioklas ein saurer Andesin, Ab²An¹, sein. — Die Augiteinsprenglinge bilden
kurze, oft verzwillingte Säulen von gewöhnlicher Form, farblose oder schwach gelbliche;
c:c = 45°. Der Augit ist gewöhnlich ganz frisch, zuweilen zeigt er eine beginnende Chlori-
tisierung. — Der Magnetit ist zu grösseren, regelmässig begrenzten Kristallen ausgebildet.
Das Gestein steht offenbar in der nächsten Nähe von (203). Es verdient erwähnt zu wer-
den, dass der Grundmasseaugit des (265) zuweilen in dasselbe trübe Aggregat umgewandelt
worden ist, das in (263) die Zwischenräume zwischen den Oligoklasnädelchen einnimmt.
Anstehend zusammen mit (203) und (204).
266. Roter, grobkörniger Biotitgranit.
Das Gestein besteht aus Mikroklin, Plagioklas, Quarz und Biotit. Der Mikroklin bildet
grosse, unregelmässig begrenzte Individuen, die von feinen Quarzstreifen wie durchschwärmt
sind. Der Plagioklas zeigt eine selbständigere Begrenzung, kommt aber nur in sehr zurück-
tretender Menge vor; seine Lichtbrechung ist schwächer als diejenige des Quarzes, seine zur
Albitzwillingsebene symmetrische Auslöschungsschiefe sehr klein, allem nach liegt ein saurer
Oligoklas, ungefähr Ab⁴An¹, vor. Der Quarz erfüllt die Lücken zwischen den Feldspaten und
bildet den zuletzt ausgeschiedenen Magmarest; in einzelnen Fällen kommt er aber auch als
selbständig begrenzte Individuen im Mikroklin vor, eine mikropegmatitische Verwachsung mit
dem genannten Mineral andeutend. Der Biotit, sehr untergeordnet, bildet lappige Tafeln;
a = gelb, b und c = dunkelbraun. Stark verwitterte, kurz säulenförmige Individuen
sind vermutlich als Hornblende zu deuten.
Anstehend auf dem Engpasse Ta-la (5,436 m ü. d. M.), nördlich des Lagerplatzes 123.
267. Graugelber schriftgranitartiger Pegmatit.
Anstehend, gleich südlich vom Ta-la. Der Gang fällt unter 57° gegen W. 40° S.
268–270. Grauer, porphyrartiger Biotitgranit.
Die Übereinstimmung mit (266) ist sehr gross; es sind graue, bei Verwitterung rote, por-
phyrartige Granite mit grossen, hervortretenden Mikroklinindividuen. Die schon bei (266) er-
wähnte Tendenz zur mikropegmatitischen Verwachsung von Quarz und Mikroklin ist bei
(268–270) weitergetrieben. Bei der Verwitterung unterliegt der Feldspat einer Kaolinisierung
und das Gestein wird rötlich.
Anstehend auf dem Passe Larokk-la (4,440 m ü. d. M.) und in der Felsenschwelle südlich
desselben.
271. Schwarzer »Turmalingranit« (Taf. I, Fig. 4).
Das Gestein besteht aus Turmalin, Quarz und, in zurücktretender Menge, Eisenglimmer.
Der Turmalin bildet bis zu 0.8 mm lange und 0.1 mm breite stengelige Individuen ohne oder
zuweilen mit Endfläche; er kommt auch als lange, feine Nadeln vor. Unregelmässige, quer-
gehende Absonderungsflächen sind sehr gewöhnlich; c = hellgelb bis farblos, a = tiefblau bis
bläulich grau. Oft liegen diese Turmaline in dichtem Gewimmel, oder sie zeigen eine radial-
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