National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0065 |
Southern Tibet : vol.5 |
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Die Struktur ist granitisch mit schwachen Zeichen einer Pressung: undulöse Auslöschung des Quarzes, Biegung oft bis zum Zerreissen der Plagioklase, Gitterstruktur des Kalifeldspats etc. Dazu treten auch chemische Umsetzungen: Neubildungen von Quarz, myrmekitische Verwachsung von Quarz mit neugebildetem Plagioklas, sekundäre Muscovitausscheidung etc.
Anstehend in einer Felsenecke, nördlich des Nebentales Kao-tschirang, am Wege nach Tong, dem Lagerplatz 138.
302. Stark verwitterter **Porphyrit**.
An der Brücke Toktja, südlich des Lagerplatzes 138, Tong.
303. Grauer, feinkörner **Granit**.
Das Gestein ähnelt in hohem Grade dem Granit (292); ist nur etwas feinkörniger als dieser. Anstehend an einem grossen »Kla«, südlich des Lagers 138, Tong.
304. Graugrüner, schieferiger **Porphyroid**.
Unter dem Mikroskope sieht man ein äusserst feinstruiertes Aggregat von *Quarz*- und *Sericit*blättchen, zuweilen mit Einmischung brauner *Biotit*schuppen. Die ganze Masse zeigt eine deutlich ausgeprägte Kristallisationsschieferung. In dieser Grundmasse liegen Linsen oder schmale Streifen von Quarzaggregat, zusammengesetzt aus ungefähr gleichgrossen, polyédrischen Quarzkörnern, grösser als diejenigen der Grundmasse, sowie Einsprenglinge von Ortho- und Plagioklas. Dass das Gestein seine gegenwärtige Struktur und Zusammensetzung einer kräftigen Dynamometamorphose zu verdanken hat, ist augenscheinlich. Dagegen will ich nicht, bloss auf petrographischen Gründen mich stützend, zu entscheiden versuchen, ob das primäre Gestein ein Granit- oder Dioritporphyr oder vielleicht ein Dacit war.
Anstehend, wo sich die Felsenecke Eghe-thang in den Fluss My-tschu vorschiebt, in der Nähe des Lagers 138, Tong.
305. Grauer, feinkörniger **Granit**.
Identisch mit (303). Anstehend am ersten, weitest südlich gelegenen Felsenvorsprung nördlich des Lagers 138.
306. Dunkelgrauer bis -grüner **Plagioklasamphibolit** (Taf. IV, Fig. 1 und 2).
Das Gestein besteht aus grossen, leisten- und tafelförmigen *Plagioklasen*, zusammengesetzt aus Zwillingen nach dem Albit- und Periklingesetz und zonaren Bau zeigend, die zentralen Partien basischer als die peripherischen. Das Maximum der zur *M* (010) symmetrischen Auslöschungsschiefe scheint 30° zu sein, wonach ein basischer *Andesin* vorliegen dürfte. Zwischen diesen Feldspaten eine feinkörnige, granoblastische Masse von kleinen, grünen, resp. gelben *Hornblende*körnern, braunen *Biotit*schuppen und kleinen, farblosen Körnern, die teils aus einheitlichem *Albît*, teils aus *Quarz* bestehen; dazu treten kleine Plagioklase von demselben trüben Aussehen wie die eben erwähnten Andesintafeln. In einem Falle sah ich einen Pyroxenrest mitten in einer Zusammenballung von Hornblende und in Hornblende übergehend liegen. Das Gestein kann folglich als ein porphyroblastischer Plagioklasamphibolit mit Relikten von Andesin bezeichnet werden, der, wie ich annehme, aus einem augitdiorit- oder gabbroähnlichen Gestein hervorgegangen ist.
Anstehend in den Felsen oberhalb des Klosters Dupte, südlich des Lagers 139, Ge.
307. Grauer, feinkörniger **Granit**.
Ähnelt (303), (292) etc., ist nur etwas feinkörniger und basischer als diese.
Anstehend in der Umgebung des Dorfes Ge (HEDIN's Lagerplatz 139), »kleine Felsenhügel und -absätze bildend«.
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