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0067 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 67 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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metamorphose in diesen authigenen Turmalin führenden Glimmerquarzit resp. Glimmerschiefer
umgewandelt.
Anstehend unterhalb des Dorfes Duntan, südlich vom Lager 141, Kathing; das Fallen 40°
gegen S. 10° O. Nordlich desselben Dorfes wird das Fallen mehr östlich — 17° gegen O. 20° S.

314. Grauer, feinkörniger Quarzbiotitamphiboldiorit (Tafel II, Fig. 1 und 2).
Das Gestein besteht aus Plagioklas, Orthoklas, Quarz, Hornblende, Biotit und Erzkörnern
sowie aus Apatit und sekundären Verwitterungsprodukten.
Der Plagioklas bildet leistenförmige Individuen mit gegen die übrigen Mineralien unebe-
nem, fast zackigem Rand; die Leisten bestehen aus Zwillingen nach dem Albitgesetz. Gemes-
senes Maximum der zur Zwillingsebene symmetrischen Auslöschungsschiefe = 7°; folglich ein
Oligoklas, Ab⁸An¹. Die Leisten liegen wirr durch einander; die Lücken werden von Quarz
sowie aus Hornblende vorhanden, bildet unregelmässig lappige Tafeln, a = gelb, b und c = braun.
oder zuweilen von Quarz in mikropegmatitischer Verwachsung mit ungestreiftem Feldspat, der
eine niedrigere Lichtbrechung als der Quarz zeigt, ausgefüllt. Andere Lücken werden von kom-
pakter Hornblende eingenommen; a = grüngelb, b = grün, c = grün mit bläulichem Ton. Ausser
dieser lückenausfüllenden gibt es auch selbständig begrenzte, kurz säulenförmige Hornblenden mit
eben erwähntem Pleochroismus. Diese Hornblendeindividuen sind offenbar früher ausgeschieden
als der Plagioklas oder teilweise gleichzeitig mit diesem. — Der Biotit, in kleinerer Menge als
die Hornblende vorhanden, bildet unregelmässig lappige Tafeln, a = gelb, b und c = braun.
Sowohl der Oligoklas wie die Hornblende zielt nach selbständiger Begrenzung; der Quar
und der Orthoklas bilden die zuletzt ausgeschiedenen Magmareste.
Das Gestein erinnert in hohem Grade an das dioritische Ganggestein, das von HAYDEN
s.s.ö. von Nangkartse anstehend angetroffen wurde.¹ Der Originaldünnschliff des erwähnten
Gesteins, der mir gütigst zum Vergleich geliehen wurde, zeigt noch teilweise bewahrten Py-
roxen, der jedoch ab und zu in grüne Hornblende umgewandelt worden ist.
Anstehend beim Dorf Lungmar, südlich des Lagers 141.

315. Dunkelbraunes, quarzporphyritisches Gestein.
Dem (225) ähnlich. Nahe der Mündung des Tales Tongjang, südlich des Lagers 142.

316. Grauer Quarzaugitdiorit.
Zusammen mit (315) vorkommend.

317. Grauer Diabasporphyrit (stark umgewandelt).
Zusammen mit (318) anstehend.

318. Grauer Granitporphyr.
Die Grundmasse bildet ein feinkörniges, holokristallinisches Aggregat von Quarz und Or-
thoklas sowie kleinen Erzpartikelchen; die Quarzindividuen zeigen oft eine scharfwinklige Be-
grenzung und eine gleichzeitige Auslöschung innerhalb grosser Partien der Grundmasse; also
eine Art Mikrogranitsstruktur, zielend nach und übergehend in Granophyr- oder Mikropegmatit-
struktur. In dieser Grundmasse liegen Einsprenglinge von Orthoklas und Plagioklas (sehr
selten) sowie chloritische Partien mit Biotitblättchen, endlich auch Epidot.