国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0068 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
引用情報
OCR読み取り結果
Der Quarz bildet keine eigentlichen Einsprenglinge, sondern eher Aggregate von optisch ver-
schieden orientierten Quarzkörnern.
Anstehend am Wege, südlich des Lagers 142.
**319.** Dunkelgrauer, **phyllitischer Schiefer.**
Identisch mit (**322**). Herrscht in der Gegend südlich des Lagers 142. Die Probe wurde
oberhalb der Talmündung Thalung gefunden; das Fallen 63° gegen S. 10° W.
**320.** Grüner **Sandstein.**
Anstehend an der Passage Thigu-thang, südlich der Lagers 142. Das Fallen 44° gegen
S. 40° O.
**321.** Braunrotes **Jaspiskonglomerat.**
Das Gestein besteht aus rundlichen Fragmenten eines braunroten Jaspis mit Radiolarien
und aus einer quarzigen Zwischenmasse. Laut Bestimmung, die gütigst von Herrn Professor
L. CAYEUX ausgeführt wurde, kommen im Jaspis folgende Radiolarien vor: eine *Cenosphaera*,
eine *Cenellipsis* (?), ein *Dictyocephalus* und mehrere *Dictyometra*-Skelette.
Das Konglomerat bildet eine dünne, mit dem phyllitischen Schiefer (**322**) konkordante
Schicht gleich nördlich des Lagers 142, südlich von Langmar.
**322.** Grauer, **phyllitischer Schiefer** (Taf. VIII, Fig. 5 und 6).
Das Gestein ist grau, seidenglänzend, dünnschichtig. Auf den Schichtflächen sieht man
dunklere linsenförmige Flecken von ung. 0.1 mm Breite und 0.3 bis 0.5 mm Länge.
*Dünnschliffe parallel der Schichtung* zeigen das Gestein zusammengesetzt aus langen,
feinen *Quarzstengelm* mit paralleler Streckung, wodurch eine lineare Parallelstruktur hervor-
gerufen wird, die indessen durch eine den Quarzstengelm parallele Anordnung feiner Glimmer-
schüppchen, Chloritstreifchen und Turmalinnadeln noch verstärkt wird. Der Glimmer ist teils
farblos, teils braun; der Chlorit zeigt eine deutlich, wenn auch schwach hervortretende ungleiche
Lichtabsorption bei verschiedenen Lagen; seine Polarisationsfarben sind unternormal. — Die
hier oben erwähnten, linsenförmigen Partien bestehen aus schwach grünem Chlorit mit wech-
selnder Absorption des Lichtes und mit unternormalen Polarisationsfarben, in lamellenartiger
Verwachsung mit in auffallendem Licht weissgrauen, opaken Streifchen; die Lamellierung bildet
schiefen Winkel zur Längsachse der Linsen, und, was dasselbe ist, zur allgemeinen Streckung
des Gesteins.
*Dünnschliffe senkrecht zur Schichtung* zeigen, dass das Gestein sich aus kaum millimeter-
dicken Lagen von abwechselnd gröberer und feinerer Korngrösse zusammensetzt. — Die grö-
beren Lagen könnten als ein Glimmerquarzit charakterisiert werden, bestehend aus unregel-
mässig eckigen, bis zu 0.1 mm langen Quarzindividuen, deren Längsachsen unter sich parallel
orientiert liegen, und zwischen diesen eingelagerten Sericit- und Biotitschüppchen sowie aus
schwach grünlichen Chloritstreifchen und seltenen, nadelförmigen, idiomorphen, augenscheinlich
authigenen Turmalinkriställchen mit a farblos, c tiefblau oder gelb. — In den feinkörnigeren
Zwischenlagen nimmt der Gehalt an Quarzkörnern ab sowie auch deren Grösse. Anstatt des
Quarzes reichert sich der Chlorit in dem Grade an, dass diese Lagen im ganzen die eigentüm-
lich blauen, unternormalen Polarisationsfarben des Chlorites zeigen. Ebenso kann man hier eine
Anreicherung opaker, staubartiger Partikelchen wahrnehmen.
Das ursprüngliche Sediment bestand aus abwechselnd sandigen und tonigen dünnen
Schichten; dieses Sediment ist nachträglich metamorphosiert worden. Die Mineralienkombination
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