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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0084 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 84 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

das Gestein eine deutlich ausgeprägte Kristallisationsschieferung. In der Gesteinsmasse sieht
man einzelne Quarzsplitterchen.
Anstehend in einem steilen Felsenvorsprung bei Aghar-dschaghar, 1.5 Kilom. nordwestlich
des Lagerortes 172, mit dem Fallen 12° gegen S. 30° W. Dasselbe Gestein wurde auch weiter
westwärts bei Samijang angetroffen mit dem Fallen 60° gegen N. 10° O.

442. Grauer Mesogneissquarzit (Taf. V, Fig. 3).
Das Gestein besteht aus Quarz, Orthoklas, Hornblende, Muscovit, Biotit, Magnetit, Apatit
und Turmalin. — Der Quarz bildet polygonale, nicht verzahnte Individuen, alle von ungefähr
derselben Grösse, 0.20—0.35 mm, oft in eine Richtung ausgezogen. Die Auslöschung normal,
nicht undulös. Zusammen mit den Quarzen kommt ab und zu ein einheitlich struierter Ortho-
klas vor mit scharfen, dicht gelegenen Spaltrissen auf M (010) nach P (001). Zwischen diesen
Bestandteilen liegen dünne Schuppen eines farblosen Muscovites, gemischt mit ähnlichen Schup-
pen eines gelben resp. braunen Biotites, der jedoch immer an Menge gegen den Muscovit
stark zurücktritt, sowie schmale Stengel blassgrüner, resp. gelber Hornblende und schmale
hemimorpbe, im Querschnitt neunseitige Kristalle von Turmalin, dessen c farblos oder schwach
grünblau, a tiefblau ist. Der Turmalin ist offenbar authigen. Dazu treten auch regelmässige
Magnetit- und Apatitkristalle. Alle diese gestreckten Mineralspecies liegen in derselben Rich-
tung angeordnet, parallel der längsten Achse der Quarze, und dadurch eine deutlich ausgeprägte
Kristallisationsschieferung hervorrufend. — Kataklastische Erscheinungen sind nicht wahrgenon-
men worden; die Umkristallisation überwiegt. Hieraus geht hervor, dass die Metamorphose
nicht in der obersten, sondern in der mittleren Tiefenstufe (GRUBENMANN) vor sich gegangen
ist. Der Gesamtcharakter der Kontaktmineralien (Turmalin, Glimmer) und die Kristallisations-
schieferung geben an, dass der Umwandlungsvorgang als Umwandlungskontaktmetamorphose cha-
rakterisiert werden kann. Das von der Metamorphose betroffene Sediment sollte folglich präo-
cän sein.
Anstehend in der nächsten Nähe des Lagers 173.

443—445. Grauer, seidenglänzender, phyllitischer Schiefer mit Quarznestern.
Der Schiefer ist petrographisch mit (338), (431) etc. identisch. (443) wurde anstehend
beim Lager 174 angetroffen; das Fallen 11° gegen S.; (445) steht 5 Kilom. westlicher an mit
dem Fallen 55° gegen S. 35° W.; (444) bildet ein Quarznest im Schiefer.

446 und 448. Grauer, quarzitischer Sandstein.
Das Gestein besteht aus abgerollten Quarzkörnern von 0.5—0.8 mm Durchmesser und zwi-
schen diesen gelegenen kleineren, eckigen Fragmenten von Quarz, Mikroklin und (seltenem)
Plagioklas; dazu treten einzelne Turmaline, Glimmerschüppchen und Chloritaggregate. Diese
Bestandteile werden durch eine minimale feinkristallinische Quarzschiefermasse cementiert, von
demselben Aussehen wie die Verkittungsmasse des quarzitischen Sandsteins (418), mit welchem
(446) und (448) auch in anderen Beziehungen grosse Ähnlichkeiten aufweisen.
Anstehend 1 Kilom. nordwestlich des Lagers 175 in einer Felsenecke nahe dem Tale Lub-
lung; das Fallen ist nördlich.

(447. Stück eines grossen Bergkristalles von unbekanntem Fundorte.)

449. Dunkelbrauner, sandiger Schiefer mit helleren Zwischenbändern.
Die Hauptmasse bildet eine äusserst feinkristallinische Mischung von Quarzpartikelchen
und Glimmerschüppchen mit schieferiger Textur, umschliessend eckige Fragmente von Quarz