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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0085 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 85 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

und in schuppige Glimmeraggregate umgewandeltem Feldspat sowie grössere Partien eines
faserigen, lebhaft polarisierenden, glimmerähnlichen Minerals und einzelne idiomorph begrenzte
Turmalinsäulchen, offenbar authigenen Ursprungs. Im allgemeinen ist die Gesteinsmasse von
staubfeinem, rotbraunem Eisenoxyd imprägniert, fast undurchsichtig; einige schmale Bänder sind
nicht imprägniert, graulich. — Der Schiefer scheint mir einer eocänen Piezokontaktmetamor-
phose unterlegen zu haben; das ursprüngliche Sediment folglich präeocän.
Anstehend gleich südöstlich des Lagers 176, Njuku, auf einer Landspitze, wo die Fluss-
krümmung von HEDIN's Karawane am 14. Juni 1907 doubliert wurde.

450. Hellgrüner, matter Schiefer.
Anstehend zusammen mit (449).

451. Grauer Sandstein.
Das Gestein zeigt in allen wesentlichen Charakteren eine vollständige Übereinstimmung
mit (418), (446) etc. nur mit dem Unterschied, dass bei (451) die Spuren der Umkristallisie-
rung noch schwächer sind als bei jenen. Die grösseren Quarzkörner, die einen Durchmesser
von bis zu 2.2 mm erreichen können, sind gut abgerollt; die kleineren sind unregelmässig eckig.
Die Feldspatkörner, deren Menge immer sehr unbeträchtlich ist, bestehen fast ausschliesslich
aus Mikroklin. Einige Turmaline ebenso wie die Zirkone sind deutlich abgerollt und mutmas-
lich allothigen; andere Turmaline können, ihrer Form wegen, als authigen gedeutet werden.
Ebenso scheinen Blätter eines farblosen Glimmers authigen. Diese Einmischungen sind indessen
immer sehr unbedeutend, und der Sandstein kann als ein fast reiner Quarzsandstein bezeichnet
werden mit kaum merkbaren Spuren einer Dynamometamorphose.
Anstehend 1¹/₄ Kilom. südöstlich des Lagers 176. Das Fallen 73° gegen O. 20° S.

452. Grobkristallinische Kalkspatpartie.
Loser Block etwas westlich vom Fundorte des (451).

453. 454. Roter, mittelkörniger Zweiglimmer-Alkalikalkgranit (Taf. III, Fig. 4).
Das schwach parallelstruierte Gestein besteht aus Orthoklas (Mikroklin), Plagioklas, Quarz,
Biotit, Muscovit, Erzkörnern und Apatit.
Der Orthoklas zeigt auf M (010) schöne Spaltrisse nach P (001). Schnitte mit zentralem
Austritt der Bisectrix c löschen 5° gegen die Spaltrisse nach P (001) aus; der Orthoklas sollte
folglich reiner Kalifeldspat sein. Einige Individuen zeigen eine verschwommene Mikroklinstruktur.
— Der Plagioklas zeigt grössere Selbständigkeit der Begrenzung als der Orthoklas, oft tafel-
förmig nach M (010). Er setzt sich aus Zwillingen nach dem Albit- und Karlsbadergesetz
zusammen und zeigt sehr oft einen zonaren Bau: die peripherischen Zonen saurer als die zen-
tralen oder abwechselnd saure und basische Zonen. Maximum der zu M (010) symmetrischen
Auslöschungsschiefe: die Hülle + 1°, der Kern — 10°; oder, die Hülle und ein Paar innere
Zonen + 1°, die nächste Zone ausserhalb des Kernes — 20°, zwischenliegende Zonen und der
Kern — 6°; + und — sind hier im Sinne SCHUSTER's angewandt, und nach der Lage der
Auslöschung zum «éclairement commun» (MICHEL LÉVY) bestimmt worden. In dem zuletzt
erwähnten Falle repräsentieren die Hülle und die mit dieser gleichwertigen inneren Zonen einen
saurer Oligoklas, Ab³An¹, zwischenliegende Zonen und der Kern einen basischen Oligoklas,
Ab²An¹, die Zone gleich ausserhalb des Kernes einen sauren Andesin, Ab²An². — Der Quarz
zeigt oft eine Tendenz zur selbständigen Begrenzung, oder er bildet eine Ausfüllungsmasse,