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0091 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 91 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

von Limonit- und Glaukonitsubstanz imprägniert ist. In der Zwischenmasse, welche hier und
da von zahlreichen Kluftflächen in rundliche oder unregelmässig geformte Stücke zerteilt wird,
sieht man zuweilen kleine, runde Flecke von glaukonitischer Substanz, die undeutliche Spuren
von Radolarienskeletten aufweisen; die Kieselschiefermasse ist identisch mit (489). Die Glau-
konitumwandlung schreitet fort, zuletzt die ganze von Kluftsprüngen begrenzte Partie umfassend,
so dass zwischen den Quarzkörner runde oder unregelmässige Glaukonitpartien zu liegen kom-
men mit grösseren oder kleineren Resten ungefärbten oder durch Limonitimprägnatonen brau-
gefärbten Kieselschiefers. Die Glaukonitausscheidung ist offenbar rein sekundär und vom Da-
sein organischer Substanz ganz unabhängig.
Anstehend zusammen mit (494) in einer Felsenecke mit »Mane-Hügel«, 6 Kilom. südöstlich
des Lagers 185, Tschikum. Das Fallen 58° gegen N.

494. Grüner, feinkörniger, glaukonithaltiger Sandstein.
Das Gestein besteht aus kleinen, scharfeckigen Quarz- und Feldspatkörnern, deren Durch-
messer 0.12 mm nicht übersteigt. Der Feldspat ist Mikrolin (Orthoklas) oder Plagioklas.
Dazu treten einzelne Körner einer myrmekitischen Verwachsung von »quartz vermiculé« und
einheitlich gebautem Feldspat, sowie Bruchstücke von Zirkon, Turmalin, Muscovit und chlori-
tische Substanzen. Es gibt auch Fragmente, die der pilotaxisch struierten Grundmasse eines
Porphyrgesteins ähneln. Diese Mineralsplitterchen scheinen mir als Verwitterungsreste des
turmalinführenden Granites (cf. (480)) der Gegend gedeutet werden zu können, und da dieser
allgemein als eocän angesehen wird, sollte der Sandstein posteocän sein. Diese Annahme
stimmt sehr gut zu einer brieflichen Mitteilung des Herrn Generalsuperintendenten H. HAYDEN,
dem ich eine Probe dieses Sandsteins übersandte, und der mir darüber gütigst schrieb: »No. 494
is not familiar to me from Tibet, but there are rocks not unlike in other parts of India, where
they are of Miocene age.« — Zwischen den Mineral- und Gesteinsfragmenten liegt eine ton-
schiefer- oder lyditähnliche Zwischenmasse, oft durchtränkt und braungefärbt von Limonit oder
teilweise in Glaukonit umgewandelt in derselben Weise, wie es in (493) geschehen ist.
Dieser posteocäne Sandstein, mit dem (408), (363) etc. identisch sind, unterscheidet sich
von (493) durch seine Feinkörnigkeit, durch den grösseren Feldspatgehalt seines Detritus-
materiales etc. Geologisch sind sie zusammengehörig, anstehend 6 Kilom. s.ö. des Lagers 185,
unter denselben Streichen und Fallen.

495. Graugrüner, feinkörniger, glaukonitischer Sandstein.
Identisch mit (494); anstehend nördlich von diesem, 2 Kilom. südöstlich von Tschikum;
das Fallen 82° gegen S. 20° O.

496. Braune Kieselschieferbreccie.
Unregelmässig eckige Bruchstücke eines feinstruierten Kieselschiefers mit unbestimmbaren
Radiolariesresten und mit Limonitimprägnatonen; die Fragmente werden von Kalkspat ver-
kittet.
Anstehend zusammen mit (497), beim Lager 185. Das Fallen 19° gegen O. 35° N.

497. Graugrüner, feinkörniger Sandstein.
Identisch mit (494), mit dem Unterschied, dass (497) keine Glaukonitbildung, aber einen
beträchtlichen Gehalt an Kalkspat aufweist. Er ähnelt in noch höherem Grade (363) und
(408). Anstehend zusammen mit (496).