National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Southern Tibet : vol.5 |
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Hieraus geht hervor, dass ein saurer Oligoklas, Ab⁸An² oder Ab⁷An³, vorliegt. — Der
Quarz begt nur äusserst wenige Einschlüsse oder entbehrt solcher vollständig. — Der Muscovit
bildet dünne Tafeln; 2E = 65—67°. — Der Biotit hat a = gelb, b und c = braun.
Die volumetrische Analyse ergab folgende Werte:
Feldspat . . . . . . . . 70 Volum-%.
Quarz . . . . . . . . . 19 » »
Muscovit . . . . . . . 10 » »
Biotit, Granat . . . . . 1 » »
Das Gestein zeigt deutliche Spuren eines kräftigen Kataklases, ohne erwähnenswerte Um-
kristallisierung.
Anstehend südlich vom See Guntschu-tso, in der Nähe des Lagers 206, Gänge in (575),
(577) bildend.
578–584. Weissgraue bis weisse, oft streifige Granite (Tafel I, Fig. 5).
Die Gesteinspröben bilden Varietäten des im Transhimalaya gewöhnlichen Ganggranites
der hier wie im Himalaya sedimentäre Formationen jurassischen Alters, nach HAYDEN und
anderen Autoren auch Ablagerungen die mutmasslich dem Kreidesystem zuzurechnen sind,
durchsetzt. Die hier zu besprechenden Proben sind als lose Blöcke, südlich vom Guntschu-tso,
östlich vom Tamlung-la, einem Passe in 6,065 m Meereshöhe, aufgefunden worden.
578 und 580 stimmen sehr nahe mit den weissen Muscovit resp. Turmalin führenden Gra-
niten (480) etc. überein; (581), (579) scheinen etwas mehr basisch als (578), (580) zu sein, mit
einem beträchtlichem Biotitgehalt.
Noch basischer sind die weissgrauen, flasrigen 582, 583. Diese bestehen aus Plagioklas, Mikro-
klin, Quarz, Biotit, Hornblende, Apatit, Eisenerzen und Titanit. — Der Plagioklas bildet tafel-
förmige Individuen mit Neigung zu selbständiger Begrenzung, zusammengesetzt aus Zwillingen
nach dem Albit- und Karlsbadergesetz, zuweilen zonaren Bau zeigend. Gemessenes Maximum
der zur Zwillingsebene symmetrischen Auslöschungsschiefe = 10°. Nach der Lichtbrechungsgrösse
des Plagioklases relativ zu derjenigen des Quarzes muss dieser Auslöschungswinkel als negativ
(SCHUSTER) zu bezeichnen sein. Bei der Parallelstellung dieser beiden Mineralien zeigte sich nämlich
ε des Quarzes > γ' des Plagioklases,
ω » » = α' » » ;
bei der Kreuzstellung
ι » » > α' » »
ω » » < γ' » »
Der Plagioklas ist folglich ein basischer Oligoklas Ab⁵An³. — Der Kalifeldspat zeigt
Gitterstruktur. — Der Quarz enthält liquide Interpositionen mit beweglicher Libelle. In der
Randzone des Plagioklases sieht man oft eine myrmekitische Verwachsung wurmförmig gewun-
dener Quarzzstengel mit einheitlichem Feldspat. — Die Hornblende bildet lappige Individuen
mit a = gelb, b = grün, c = blaugrün. — Der Biotit zeigt a = gelb, b und c = braun (grün).
Die volumetrische Bestimmung der Bestandteile ergab folgende Werte:
Plagioklas . . . . . . 36.3 Volum-%.
Mikroklin . . . . . . 23.4 » »
Quarz . . . . . . . . 27.5 » »
Hornblende . . . . . 6.2 » »
Biotit . . . . . . . . 4.6 » »
Kleinmineralien . . . . 2 » »
Das Gestein kann als ein hornblende-biotitführender Kalkalkaligranit charakterisiert werden.
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