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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0111 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 111 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

671. Graugelber, quarzitischer Sandstein.
Dasselbe Gestein wie (670) etc. Anstehend gleich südwestlich vom Kloster Tschärgip-gumpa,
am Nordwestufer des Manasarovar. Das Fallen 14° gegen N. 20° W.

672. Grünes, kalkspat- und chloritreiches Quarzitgestein.
Kommt an demselben Fundorte wie (671) vor.

673, 074. Graugelber, schieferiger, kristallinischer Kalkstein.
Die Kalkspatindividuen sind im allgemeinen langgestreckt und in Parallelanordnung liegend,
können aber auch eine wirre Anordnung zeigen. Ab und zu treten idiomorphe Turmalin-
Kristalle von gewöhnlicher Säulenform auf. Im Kalkstein erscheinen schiefrige, von Glimmer-
Schüppchen und opakem Erzstaub gebildete Zwischenlagen mit feiner Kräuselung oder Fälte-
lung. — Das Gestein stimmt mit den in dieser Gegend gewöhnlichen, schieferigen Kalksteinen
(675) etc. überein, und ist, wie der Gehalt an authigenem Turmalin beweist, älter als die eocäne
Eruptivformation derselben Gegend.
Anstehend in der Nähe zweier Hohlen an der Nordwestecke des Manasarovar.

675—685. Graue, gelbliche bis hellrote, schieferige Kalksteine.
Vollkommen identisch mit (626), (631—633), (636—640), (651), (673), (674) etc. und ebenso
wie diese präeocän. — (676), (677) und (682) bilden eine Quarz-Kalkspat-Breccie von demsel-
ben Aussehen wie (635), (637). — Die Proben (675—680) sind am Westufer des Manasarovar
zwischen den Klöstern Tschärgip-gumpa und Tschiu-gumpa angetroffen worden, alle mit ungefähr
demselben Fallen 10, 12 bis 38° gegen N. oder N. 10° O. — (681) und (682) beim Lager 225,
am Ostufer des Rakas-tal mit dem Fallen 49° gegen N. 15° N. — (683) ungefähr 4 Kilom. süd-
wärts vom (681), fallend 41° gegen S. 25° O. — (684) ung. 1¹/₄ Kilom. s.ö. von (683), fallend
60° gegen S. 40° O. (685) noch 1¹/₄ Kilom. gegen S.O. mit dem Fallen 39° gegen W. 30° N.

Dass diese schieferigen Kalksteine präeocän sein müssen, geht z. B. daraus hervor, dass
sie authigene Turmalinkristalle, die einer Kontaktmetamorphose seitens der eocänen, intrusiven
Gangformation dieser Gegend ihre Bildung zu verdanken haben, beherbergen. Sie stimmen
petrographisch vollständig mit den Kalkschiefern aus Phari, die mir gütigst zum Vergleich von
Herrn Generalsuperintendenten HAYDEN gesandt wurden, überein. Die Phari-Kalkschiefer, mut-
masslich jurassischen Alters, sind petrographisch vollkommen identisch mit den aus Gyantse
von HAYDEN¹ beschriebenen jurassischen Kalkschiefern. Also sollten auch die schieferigen,
kristallinischen Kalksteine aus der Gegend zwischen dem Manasarovar und Rakas-tal dem Jura-
system zuzurechnen sein.

686. Brauner, schwarzgefleckter Lherzolith.
Das Gestein ist grobkristallinisch und besteht aus Olivin, rhombischem und monoklinem
Pyroxen und Picotit. — Der Olivin ist von einander kreuzenden Flächen durchzogen, längs
welchen derselbe in gelbe oder braungelbe Serpentinsubstanz umgewandelt worden ist. — Der
häufigste Pyroxen ist rhombisch, von absolut demselben Bau und Aussehen wie im Bronztit
(691), wo er der chemischen Analyse gemäss aus Bronzit besteht; ich bezeichne daher auch
den rhombischen Pyroxen des Lherzolithes als Bronzit. — In untergeordneter Menge tritt ein
farbloser, monokliner Pyroxen, Augit, auf. — Der Picotit bildet braunrote, unregelmässig oder
regelmässig begrenzte Individuen, deren Menge immer unbeträchtlich ist.