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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0140 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 140 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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940. Grauer Quarzbiotitdiorit (Hornblendegranit).
Das Gestein besteht aus Plagioklas, Orthoklas, Quarz, Hornblende, Biotit, Apatit, Titanit
und Magnetit.
Der Plagioklas, leisten- oder tafelförmig, besteht aus Zwillingen nach dem Albit-, Karls-
bader- und Periklingesetz und zeigt zonaren Bau. Maximum der zu M (010) symmetrischen Aus-
löschungsschiefe der Hülle 8°, des Kernes 21°. Nach der Lage des séclairements commun» sind
diese beiden Winkelwerte negativ (SCHUSTER); demnach die Hülle = Ab³An¹, der Kern = Ab²An⁴,
die Hülle, wie gewöhnlich, saurer als der Kern. Die Lichtbrechung eines nichtzonaren Plagio-
klases zu derjenigen des Quarzes: α' ungefähr = ω, γ' > ε, d. h. dieser Plagioklas ungefähr =
Ab²An². — Orthoklastischer Feldspat ist sehr selten und er zeigt nie die selbständige Be-
grenzung des Plagioklases; er füllt, zusammen mit dem Quarz, die Zwischenräume der übrigen
Bestandteile aus. — Die Hornblende kurz säulenförmig: a = hellgelb, b und c = dunkelgrün. —
Der Biotit bildet regelmässig sechsseitige Tafeln: a = gelb, b und c = braun. — Der Titanit
zeigt die bekannte Briefkuvertform. — Der Apatit bildet lange Stengel.
Das Gestein gehört dem im Transhimalaya gewöhnlichen Quarzbiotitdiorit-Typus (262), etc.
an, der auch im Himalaya eine weite Verbreitung zeigt und unter dem Namen Hornblende-
granit bekannt ist. Kataklastische Erscheinungen sind nicht zu sehen.
Anstehend beim Lagerplatz 345, Pankur.

941. Grauer, feinkörniger Granitit.
Feinkörniger als (921), sonst mit diesem übereinstimmend. Anstehend in kleinen, über die
Bodenoberfläche ragenden Felsenzügen westlich des Lagers 347. Diese Höhenzüge scheinen
mir als durch die Verwitterung herausmodellierte, weil widerstandsfähige, obere Partien von
Granitgängen gedeutet werden zu können.

942–945. Roter Porphyr, Sandstein und Kalkstein.
Ohne Angaben des Fundortes.

946. Grünlicher Quarzit.
Das Gestein besteht aus abgerollten Quarzkörnern, deren Durchmesser bis auf 2.1 mm
steigen kann. Zwischen diesen grösseren liegen kleinere, eckige Quarz- und Feldspatfragmente
— die letztgenannten an Menge stark zurücktretend — sowie winzige, lebhaft polarisierende
Glimmerblättchen, vereinzelte Turmaline und Zirkone. Die Quarzfragmente zeigen undulose
Auslöschung und sonstige optische, durch Pressung hervorgerufene Deformationen. Die reich-
liche sekundäre Ausscheidung von Glimmermineralen und Turmalinen deutet nicht eine reine
Kontaktmetamorphose, sondern eine Piezokontaktmetamorphose an, d. h. dass das präeocäne
psammitische Material in Zusammenhang mit den späteocänen Eruptionen und der gleichzeitig
vor sich gehenden Gebirgsfaltung umgewandelt wurde.
Anstehend am Lager 357, d. h. zwischen den Seen Tong-tso und Schar-tso.

947. Graulich rotblonder, halbkristallinischer Kalkstein.
In der Gesteinsmasse, die teilweise einer Umkristallisierung zum Opfer gefallen ist,
sieht man unbestimmbare Schalenreste. Zuweilen gleichen diese an Orbitolina, ebenso
wie die allgemeine Beschaffenheit des Kalksteins an den Orbitolinen führenden Barrémien-
Kalkstein (200).
Anstehend am ersten, nördlichsten, Passe, südlich des Lagers 357.