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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0145 |
Southern Tibet : vol.5 |
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mit Orthoklas; er bildet jedoch auch den letzten, lückenausfüllenden Magmarest. — Der Biotit
bildet regelmässig hexagonale Tafeln mit 2 E = 46°; a = hellgelb, b und c = braun. — Der
Pyroxen ist, wenn frisch, farblos diopsidartig; seine Randpartien sind immer in Hornblende
oder Biotit umgewandelt. Diese Umwandlung kann auch das ganze Pyroxenkorn betreffen;
niemals sieht man eine scharfe Grenze zwischen dem Pyroxen und seinen Umwandlungs-
produkten; sie gehen allmählich in einander über. Die Hornblende bildet stengelige, lappige
Individuen von grüner resp. gelber Farbe, oft mit Einlagerungen von Titanit und Eisenerz. —
Der Apatit, in nicht unbeträchtlicher Menge, bildet regelmässig hexagonale Säulen. — Auch
der Magnetit bildet Kristalle oder Kristallskelette.
Die volumetrische Bestimmung ergab folgende Werte:
Orthoklas . . . . . . . . . . . . . . . . 49 %
Plagioklas . . . . . . . . . . . . . . . . 27 »
Quarz . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 »
Übrige Mineralien . . . . . . . . . . . . 14 »
Summe 100 %
Die Struktur zeigt Spuren von Pressung. Das Gestein stimmt mit (262) etc. sehr nahe
überein.
997. Weissgrauer Mikrogranitporphyr (Quarzporphyr).
Die mikrogranitische Grundmasse, deren Körner einen Durchmesser von bis zu 0.1 mm
haben können, besteht aus Quarz und einheitlichem, trübem, orthoklastischem Feldspat, unter
welchem auch kleine Plagioklasindividuen stecken. Die Einsprenglinge bestehen aus Quarz,
oft in freilich nicht besonders gut, aber doch deutlich ausgeprägter Dihexaëderform. Hier und
da sieht man einige braune Biotittafeln, opake Erzkörner oder Titanitnester.
Auf dem Passe Sangmo-bertik-la.
998. Dunkler, doleritischer Basalt.
Das Gestein besteht aus Plagioklas, Augit, Eisenerz und undifferenziertem Glas, sowie
sekundären Chlorit- und Serpentinsubstanzen. — Der Plagioklas, tafel- oder breit leistenförmig,
ist verzwillingt nach dem Karlsbäder- oder Albitgesetz; die zuletzt erwähnte Verzwillingung die
häufigste. Er zeigt oft zonaren Bau, die Hülle saurer als der Kern, und Glaseinschlüsse, dem
Rand parallel liegend. Nach der optischen Analyse liegt ein Labradorit, Ab²An² oder Ab¹An¹,
vor. Der basischere Kern ist oft verwittert, die Hülle immer frisch. — Der Augit ist farblos.
Er bildet teils idiomorphe, achteckige, kurze, oft verzwillingte Säulen, teils die Ausfüllungs-
masse zwischen den Labradoriten und demnach eine Art ophitischer Struktur hervorrufend.
Gewöhnlich werden indessen die Lücken zwischen den Labradoriten oder zwischen den Labra-
dorit- und den Augitskristallen von einer winzigste Magnetit- und Plagioklasmikriolithe begen-
den Glasmasse ausgefüllt. In dieser Zwischenmasse sieht man unregelmässige, blassgrüne Par-
tien mit unternormalen oder sehr schwachen Interferenzfarben, mutmasslich chloritischer Natur,
die durch Umwandlung des Glases gebildet worden sind. Andere Chloritpartien gingen aus
Augiten hervor.
Anstehend gleich nördlich des Sangmo-bertik-la.
999. Dunkler, porphyrischer Basalt.
Hier herrscht ein bestimmterer Unterschied zwischen Grundmasse und Einsprenglingen als
bei (998). Jene besteht aus braunem Glas mit Plagioklasleisten, Augitmikriolithen und Magnetit-
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