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0146 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 146 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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staub; die Plagioklasleistchen liegen wirr angeordnet. Grosse Partien dieser Grundmasse sind
in blassgrüne chloritische Substanzen umgewandelt. Die Einsprenglinge bestehen aus Plagio-
klas; sie zeigen aber eine so weit getriebene Verwitterung, dass ihre nähere Bestimmung sich
nicht durchführen lässt.
Anstehend nördlich vom Sangmo-bertik-la sowie am Lager 404, nördlich des Passes.

**1000—1002. Dunkler, phyllitischer Schiefer.**
Das Gestein, identisch mit **(920)**, zeigt feine Fältelungen auf den Schichtflächen und um-
schliesst Linsen oder Lagen von milchweissem Quarz.
Anstehend im Tal gleich südlich des Lagers 405, am nördlichen Abhang der Laptschung-
schuru-Kette, mit dem Fallen 40° gegen N.

**1003—1005. Grünlich grauer Sandstein-Schiefer mit Quarzdrüsen.**
In einer pelitischen Masse liegen eckige Quarzsplitterchen von ungefähr 0.10 mm Durch-
messer eingebettet. Diese tonige Hauptmasse zeigt eine teilweise Umkristallisation zu lebhaft
polarisierenden, farblosen Glimmerschüppchen und kurz nadel- oder säulenförmigen Turmalin-
kristallen, deren Menge jedoch immer untergeordnet bleibt. Auch eine Ausscheidung gelb-
licher Häute und Körner von Eisenhydroxyd ist oft wahrzunehmen. Das ursprünglich toni-
sandige Material scheint von einer Piezokontaktmetamorphose, wenn auch immer ganz schwach,
beeinflusst worden zu sein.
Anstehend auf dem »kleinen Passe« südlich des Lagerplatzes 407, Kangmar; das Fallen 60°
gegen N. 2° W.

**1006. Weisser, schieferiger, feinkristallinischer Kalkstein.**
Lose Blöcke beim Lager 407, Kangmar, heruntergerutscht von den Felsen oberhalb des
Lagers.

**1007. Rotblonder, quarzitischer Sandstein.**
Das Gestein ähnelt in hohem Grad **(1004)**, **(1005)**, ist nur etwas grobkörniger als diese;
ebenso wiegt das Quarzmaterial der tonigen Einmischung vor. Die Quarzkörner erreichen
einen Durchmesser von 0.4 mm und sind dabei ziemlich gut abgerollt. In der Masse liegen
vereinzelte Turmalinkristalle mit c = farblos, a = grünblau; die idiomorphe Ausbildung der-
selben gibt an, dass sie authigen sind, und dass das Gestein ein präeruptives, d. h. präeocänes,
seitens der späteocänen Eruptivmassen beeinflusstes Sediment darstellt.
Lose Blöcke beim Lager 408, heruntergerutscht von den umgebenden Felsenhohen, wo
das Gestein ansteht zusammen mit **(1006)** und **(1008)**.

**1008. Dunkler, quarzitischer Schiefer.**
Identisch mit **(951)**, **(952)** etc. Blöcke zusammen mit **(1006)** und **(1007)**.

**1009. Schwarze, quarzreiche Schiefermasse.**
In einer feinstruierten, schieferigen Masse liegen zuweilen abgerundete oder eckige Quarz-
fragmente, die bisweilen die Form eines Dihexaëders zeigen, abgerollte Bruchstücke eines meta-
morphen Quarzites von dem gewöhnlichen präeocänen Typus, sowie abgerollte Schieferfrag-
mente und Calcitaggregate.
Das Gestein ist allem Anschein nach posteruptiv, d. h. posteocän. Es ähnelt in hohem
Grade dem oben beschriebenen **(20)**.