国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0162 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
引用情報
OCR読み取り結果
Eruptivgesteine.
I. **Orthoklasgesteine.**
a. **Granite.**
1. **Muscovit-turmalinführende Granite.**
Hiehergehörige Gesteine sind weiss oder höchstens graulich weiss mit stark zurücktretenden
basischen Elementen und setzen sich aus *Orthoklas* (*Mikroklin*), *Plagioklas* und *Quarz* mit
unbedeutender Einmischung von *Muscovit* und *Turmalin* oder *Biotit* und *Magnetit* zusammen.
Der *Orthoklas*, reiner Kalifeldspat, zeigt oft in seinen peripherischen Partien die bekannte
Gitterstruktur des *Mikroklins*; der *Plagioklas*, mit polysynthetischer Zwillingslamellierung nach
dem Albit-Gesetz, ist ein sehr saurer *Oligoklas* oder fast reiner *Albit* und zeigt eine grössere
Neigung zur selbständigen Begrenzung als der Orthoklas, auch wenn man ab und zu regel-
mässig begrenzte Orthoklastafeln im Plagioklas eingebettet sieht. Der *Quarz*, gewöhnlich ganz
klar, zuweilen jedoch mit mikroskopischen Interpositionen, unter denen auch solche mit beweg-
licher Libelle wahrzunehmen sind, bildet im allgemeinen die letzten Magmareste, obwohl er
auch als kleine, selbständig begrenzte, vom Plagioklas umschlossene Individuen auftreten kann.
Der *Muscovit* ist farblos mit grossem Achsenwinkel. Der *Turmalin* als kleine säulenförmige
Individuen hat c = farblos, a = tiefblau bis grünlich blau.
Die Struktur ist niemals ganz primär, sondern zeigt immer mehr oder weniger deutliche
Spuren einer Dynamometamorphose, in gewissen Varietäten eine porphyroblastische Struktur
mit Relikten grösserer Feldspate, die von Mörtelkränzen umgeben sind, in anderen eine Pflaster-
struktur. Die Metamorphose, die immer in einer deutlichen Kataklase resultierte, während die
Neubildungen durch Umkristallisation unbedeutend sind, geschah demnach in einer der oberen
Zonen.
Makroskopisch äussert sich die Pressung des Gesteins als eine schwach ausgeprägte Parallel-
streifung, die indessen, da die dunklen Elemente in Menge stark zurücktreten, nicht so deutlich
hervortreten kann als in den Graniten mit grösserem Gehalt an Biotit, Hornblende etc. Auch
die schon makroskopisch sichtbare körnige Struktur des Quarzes ist als eine Folgeerscheinung
der Pressung und Faltung anzusehen.
Zu dieser Varietät sind zu rechnen: (16), (17), (380), (385), (480), (481), (543), (557), (576),
(578), (580), (584), (617), (618), (622), (624), (680), (962), (1145), (1154).
2. **Zweiglimmergranite.**
Weissgraue oder, wenn verwittert, rötlich graue Granite, die sich aus *Orthoklas* (*Mikro-
klin*), *Plagioklas*, *Quarz*, *Biotit*, *Muscovit* und Kleinmineralien zusammensetzen. — Der ortho-
klastische Feldspat ist ein mehr oder weniger deutlich mikroklinstruierter, reiner *Kalifeldspat*.
Der *Plagioklas* zeigt grössere Selbständigkeit der Begrenzung als der *Orthoklas*, oft tafelförmig
nach *M* (010). Er setzt sich aus Zwillingen nach dem Albit- und Karlsbadergesetz zusammen
und zeigt oft zonaren Bau, die Randpartien etwas saurer als die zentralen, oder abwechselnd
saure und basische Zonen, Ab⁵An¹ bis Ab³An¹ oder sogar Ab²An¹. Der *Quarz* zeigt oft eine
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