国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0164 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 164 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000263
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

leren Umwandlungszone ihre Metamorphose durchgemacht haben, während die Metamorphose
der anderen in der oberen Zone erfolgte.

Makroskopisch tritt die Quetschung als eine Parallelstreifung des Gesteins hervor; der
Granit kann sehr oft als ein Gneissgranit bezeichnet werden, dessen Streifung durch die plan-
parallele Anordnung seiner Glimmerblättchen hervorgerufen worden ist.

Es wurde schon oben erwähnt, dass in einigen Varietäten vereinzelte Muscovitblättchen
auftreten; wenn solche reichlicher vorhanden sind, muss der Granit den Zweiglimmergraniten
zugerechnet werden. Es existiert keine bestimmte Grenze zwischen diesen beiden Graniten,
ebensowenig wie zwischen dem Biotit- und dem Biotithornblendegranit.

Zu dieser Granitvarietät gehören: (3), (4), (12—15), (266), (268—270), 275), (283),
(486), (531), (539), (545), (547), (548), (552), (553), (744), (835), (921), (941), (958), (1017).

4. Biotit-Hornblendegranite oder Quarzbiotitdiorite.

Graue, porphyrartige Granitgesteine, die sich aus Plagioklas, Orthoklas, Quarz, Biotit
und Hornblende sowie aus Eisenerzkörnern, Titanit, Apatit, Zirkon etc. zusammensetzen. Der
Plagioklas, im allgemeinen in etwas grösserer Menge vorhanden als der Orthoklas, bildet tafel-
oder leistenförmige Individuen mit selbständiger Begrenzung, zusammengesetzt aus Zwillingen
nach dem Albit-, Karlsbader- und Periklingesetz; er zeigt oft zonaren Bau, die Randpartien
saurer als die zentralen; sehr oft scheint ein saurer Andesin, ungefähr Ab²An¹, vorzuliegen.
Der Orthoklas ist kein reiner Kalifeldspat, sondern ein Kali-Natronorthoklas; er ist teils ein-
heitlich, teils schachbrettstruiert mit mikroperthitischen, in gewöhnlicher Weise orientierten
Einlagerungen von Plagioklas. Der Quarz bildet teils den zuletzt ausgeschiedenen Magmarest,
teils ziemlich regelmässige Dihexaëder. Der Biotit, oft mit der Hornblende verwachsen, zeigt
a = gelb, b und c = braun; oder er zeigt sich braun in allen Lagen mit der Absorption
a < b = c. Die Hornblende bildet kurz säulenförmige oder lappige Individuen mit guten
Spaltrissen nach dem Prisma und mit a = gelbgrün bis gelbbraun, b = grün bis braun, c =
olivengrün bis dunkelbraun. Gewöhnlich zeigt die Hornblende eine starke Umwandlung in
chloritische Substanzen unter Ausscheidung von Eisenerzkörnern oder Limonit und Calcit.

Die relative Hornblendenmenge wechselt in den verschiedenen Gesteinsvarietäten, und steht
in umgekehrtem Verhältnis zur Biotitmenge. Ebenso steht, wie zu erwarten, die Menge von
Hornblende in einer solchen Beziehung zum Mengenverhältnis von Plagioklas und Orthoklas,
dass in den hornblendereichen Varietäten die Plagioklasmengen grösser ist als die Orthoklas-
menge, während in den biotitreichen die Orthoklasmengen überwiegt. Es gibt folglich innerhalb
der hier beschriebenen Gesteinsvarietät eine saure, biotit-orthoklasreiche und eine basische,
hornblende-plagioklasreiche Reihe. Erstere könnte Biotit-Hornblendegranit, letztere Quarzbiotit-
diorit genannt werden.

Die Struktur ist diejenige eines porphyrartigen Granites, obwohl die Tendenz zur selb-
ständigen Ausbildung der Feldspat- und Quarz-Individuen dieses Gestein in die Nähe eines
Pegmatites stellt. Diese Primärstruktur ist jedoch niemals in ihrer ursprünglichen Ausbildung
vorhanden, wenn auch die Zeichen der Pressung nicht allzu kräftig sind: undulöse Auslöschung
des Quarzes, Biegung oft bis zum Aufreissen der Plagioklase, Gitterstruktur des Kalifeldspats
etc. Dazu treten auch chemische Umsetzungen; Neubildungen von Quarz, myrmekitische Ver-
wachsung von Quarz mit umgebildetem Plagioklas, sekundäre Muscovitausscheidungen etc. In
seltenen Fällen ist indessen die Metamorphose viel weiter getrieben worden; es kommt sogar
vor, dass die Struktur eine rein granoblastische wird mit ungefähr gleichgrossen, polyëdrischen