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0169 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 169 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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Wie schon hier oben (S. 151, 152) angedeutet wurde, wechselt die mineralogische Zusammen-
setzung hieher gehöriger Gesteine sehr stark. In einigen herrschen die farbigen Elemente vor
unter Zurücktreten des Quarzes und des Alkalifeldspates, während der Plagioklas aus Andesin
besteht, in anderen, saureren Varietäten ist der Alkalifeldspat und Quarz vorherrschend unter
Zurücktreten der Hornblende und unter Auftreten eines saureren Oligoklases. Wenn chemische
Analysen auch von diesen Varietäten vorlägen, dürften die jetzigen Lücken zwischen (262) und
(3) des Projektionsdreieckes ausgefüllt worden sein, ebenso wie zwischen diesen und dem saure-
ren, alkalireicheren (584). Dagegen scheint mir die nahe Verwandtschaft zwischen diesen Gra-
niten und (108) sehr fraglich zu sein, da die molekulare Menge von Na₂O im Verhältnis zu
derjenigen von K₂O bei dem letztgenannten viel kleiner ist als bei jenen.

Abgesehen von den aplitischen und pegmatitischen Graniten sind hier oben fast 140 Granit-
proben erwähnt worden. Da unter diesen Alkaligranite nicht angetroffen worden sind, darf
man wohl annehmen, dass es solche in den von Doktor HEDIN's letzter Reise berührten Teilen
von Tibet überhaupt nicht gibt. Beinahe die Hälfte, 46 %, der untersuchten Granite gehört
der basischeren, biotit-hornblendeführenden Reihe, 21 % den sauren muscovit-turmalinhaltigen
Graniten, 20 % den mittelsauren Granititen und 13 % den Zweiglimmergraniten an, die eine
Zwischenstellung zwischen dem sauersten Endglied der Reihe und den Granititen einnimmt.

Über die geographische Verbreitung der verschiedenen Granitvariétäten gibt die beigefügte
Karte, Fig. 3, näheren Aufschluss. Wenn man von (108) und (169), die auch chemisch einen
besonderen Typus darstellen, absieht, ist es aus der Fig. 3 ersichtlich, dass die verschiedenen
Varietäten mit einander gemischt vorkommen. Wenn von einem Fundorte, oder von benach-
barten Fundorten mehrere Granitproben vorliegen, gehören sie nicht derselben, sondern den
verschiedensten Varietäten an, und liefern sogar Belegstücke, die als Übergangsglieder zwischen
den hier unterschiedenen Varietäten betrachtet werden müssen.

Was die Geologie dieser Granite betrifft, liegen zwar sehr wenige direkte Observationen
vor; es scheint mir jedoch offenbar, dass die Granite in dem von Doktor SVEN HEDIN kartier-
ten Gebiete ebenso wie in den benachbarten Teilen des Himalaya Gänge in sedimentären
Systemen bilden, die wenigstens so jung wie von jurassischem Alter sein können.

Die Granite des Himalaya werden auf drei Typen¹ verteilt: Muscovit-Turmalingranit,
Biotitgranit und Hornblendegranit, von HAYDEN auch Kyi Chugranit genannt. Die von mir
aufgestellten Typen von Graniten aus dem Transhimalaya sind mit den Typen aus dem Hima-
laya vollkommen identisch, nur dass ich aus den zahlreichen Übergangsgliedern zwischen den
schon erwähnten Granittypen des reichen HEDINschen Materiales noch einen vierten Typus, den
der Zweiglimmergranite, ausgeschieden habe. Die erwähnte petrographische Identität der Hima-
laya- und der Transhimalaya-Granite ist so vollkommen — man vergleiche z. B. den von HAY-
DEN in der Gegend von Lhasa gefundenen Kyi Chugranit und den von HEDIN nordwestlich
und westlich von Schigatse gefundenen Quarzbiotitdiorit — dass man dieselbe wohl als Beweis
auch genetischer Zusammengehörigkeit dieser Granite ansehen darf.

Der Turmalingranit des Himalaya tritt als Gänge im Biotitgranit auf, and is² therefore
younger than the latter; the difference in age between the two, however, is probably not great,
the tourmaline-granite being perhaps morely the residual portion of the magma which still re-