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0175 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 175 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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vereinzelten Fällen sind beide Feldspate frisch, sonst ist der Plagioklas ganz klar, höchstens
rissig, während der orthoklastische Feldspat durch Verwitterung trüb ist, oder umgekehrt, der
Orthoklas ist glasklar, der Plagioklas verwittert, oder endlich, beide Feldspate sind so stark
verwittert, dass es nicht immer möglich ist, zu bestimmen, ob ein Orthoklas oder ein Plagio-
klas vorliegt. — Der Biotit bildet regelmässig begrenzte Tafeln mit a = hellgelb, b und c =
dunkelbraun. — Die Hornblende, kurz säulenförmig, zeigt folgenden Pleochroismus: a = gelb,
b = dunkel olivengrün. c = dunkelgrün. — Zuweilen treten vereinzelte, stark grüne, chloritische
Aggregate auf von kurz säulenförmiger Gestalt, an Augitsäulen erinnernd.
Die gewöhnliche petrographische Nomenklatur bezeichnet die präeocänen Gesteine von dem
eben beschriebenen Typus als Quarzporphyrite, die eocänen und posteocänen dagegen als
Dacite. Die hier geschilderten Gesteine kommen u. a. in den Gebieten der cenomanen Kalk-
steine vor und dürften wenigstens als spät- oder postcretaceisch anzusehen sein. Dieselben
Ergussgesteine aus den benachbarten Partien des Himalaya und des Brahmaputra-Tales werden
von der Geologischen Landes-Untersuchung Indiens als späteocän gedeutet, und demnach sollten
die fraglichen Ergussgesteine aus dem Transhimalaya Dacite genannt werden. Wie indessen
schon hier oben erwähnt wurde, sind einige dieser Dacite frisch, andere dagegen mehr oder we-
niger vollständig zersetzt; nur jene sollten den Namen Dacit verdienen, diese dagegen sollten
nach der gewöhnlichen Terminologie Quarzporphyrite genannt werden. Die frischen und die
zersetzen Varietäten kommen indessen mit einander vorgesellschaftet vor, und es kann sogar
vorkommen, dass ein Teil einer Stufe ganz frisch, ein anderer Teil derselben Stufe zersetzt ist.
Aus dem Angeführten geht folglich hervor, dass man hier keinen Unterschied in der Benennung
der verschiedenen Verwitterungsstadien machen kann. Ich nenne daher alle hierhergehörigen
Gesteine Dacite. Zu den frischen Daciten gehören: (253—266), (703—766), (815), (819—822), (824),
(829), (830), (834), zu den verwitterten (quarzporphyritischen): (222—229), (232—235),(237—239),
(241), (243), (244), (247), (259), (260), (334—339), (343), (364), (305), (3062), (3082), (370), (373),
(378), (379), (825), (9562), (1011), (1034), (1036), (1037), (1050—1052), (1057—1061).
Die geographische Verbreitung der Dacite innerhalb des von Doktor HEDIN unter-
suchten Gebietes geht aus der Kartenskizze, Fig. 4, hervor. Aus dieser erhellt, dass die Dacite
an die höchsten Strecken des eigentlichen Transhimalayas gebunden sind, dass sie hier an ver-
schiedenen Lokalitäten zwischen 88° und 80°/2 ö. L. anstehen und dass sie sowohl auf
der tibetanischen Hochebene wie im Brahmaputra-Tal vermisst werden. Die frischesten Varie-
täten kommen im bongtholischen Transhimalaya vor, aber auch weiter östlich, z. B. im Schnitt-
punkt von 88° ö. L. und 30° n. Br., sind relativ frische Dacite angetroffen worden; doch gibt
es zwischen den frischen auch zersetzte Varietäten.
Die stoffliche Zusammensetzung hieher gehöriger Gesteine geht aus den chemischen Ana-
lysen der Stufen (225), (815) und (824) hervor. Aus diesen lassen sich folgende Projektions-
werte (OSANN) berechnen:

s A C F n c f n
(225) . . . . . . 79.84 5.82 2.80 2.84 10 5 5 5.72; a > f = c.
(815) . . . . . . 76.16 7.06 4.04 2.80 10 4 6 6.47; a > f > c.
(824) . . . . . . 80.98 4.61 1.07 2.80 11 2.5 6.5 3.36; a > f > c.

Die Projektionspunkte der analysierten Gesteine (S. 156) fallen in dasselbe Teildreieck wie
die der Granite (584) und (3), den Zwischenraum zwischen diesen einnehmend. Die sauerste
Varietät (824) mit ihrem relativ grossen Gehalt an orthoklastischem Feldspat hat n sehr klein,
3.36, und steht in der Nähe des Muscovit-Turmalingranites (584) und der Liparite resp. Quarz-
porphyre, vielleicht einen Übergang zur letztgenannten Familie darstellend. Sein Projektionsort