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0179 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 179 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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Die hiehergehörigen Ergussgesteine sind ganz frisch und stammen alle aus dem bongtho-
lischen Transhimalaya, wo sie zusammen mit den schon früher erwähnten Daciten und Ande-
siten sowie mit hier anstehenden Basalten vergesellschaftet vorkommen.
Zu den Augitbiotitandesiten gehören (783–788), (1040), (1041).

III. Kalknatronfeldspatgesteine.

A. Gabbro.

Olivingabbro.

Graue, grobkörnige Gesteine, zusammengesetzt aus Plagioklas, Pyroxen, Olivin und Eisen-
erz in einer typisch allotriomorphen Gabbrostruktur. Der Plagioklas in leisten- oder tafel-
förmigen Individuen ist ein Labradorit von der Zusammensetzung Ab²An². — Der Pyroxen ist
monoklin, klar und farblos, mit guten, dicht gelegenen Spaltrissen nach der Querfläche (100),
welche den Winkel der kräftigen prismatischen Spaltrisse halbieren. — Der Olivin ist gewöhn-
lich ganz frisch, zeigt nur selten eine beginnende Serpentinisierung. Der Pyroxen macht
42 Volum-% der Gesteinsmasse aus, der Labradorit 33, der Olivin 22 und das Eisenerz
3 Volum-%.
Hieher gehören (522), (523); anstehend bei Schamsang, im Brahmaputra-Tal am Südabhang
des Transhimalaya.

B. Diabas.

Hunnediabas.

Dunkle, mittelkörnige, ophitstruierte Gesteine, die sich aus Plagioklas, Augit (Hornblende)
und Magnetit zusammensetzen.
Der Plagioklas, in lang leistenförmigen, wir angeordneten, aus Zwillingen nach dem Albit-
und Periklingesetz bestehenden Individuen, ist ein Labradorit, Ab¹An¹. Die Plagioklase sind oft
mit nadel- bis staubähnlichen Partikelchen imprägniert, in derselben Weise wie z. B. die Plagio-
klase der Hyperitformation (der »schwarzen Granite«) Südschwedens. Die gewöhnliche Deutung
dieser Imprägnationen als eine Titanverbindung kann, in Anbetracht des relativ grossen Titan-
säuregehaltes des tibetanischen Diabases, auch was dies Gestein betrifft, für sehr möglich ge-
halten werden. Der farblose Augit, der die Lücken zwischen den Plagioklassen ausfüllt, scheint
ein typischer »Salit«, d. h. Magnesiumdiopsid, zu sein. Seine Randpartien sind oft in grüne,
kompakte Hornblende umgewandelt; a = fast farblos, b = olivengrün, c = grün mit schwach
braunem Ton. Der Magnetit bildet Körner oder Kristallskelette und scheint etwas titanhaltig
zu sein.
Wenn man in den Gesteinsnamen keine Altersbestimmung hineinlegen will, verdient dies
Gestein sowohl nach seinem mikroskopischen wie chemischen Befund (S. 101) den Namen Dia-
bas. Er bildet zusammen mit den späteocänen Graniten und Lherzolithen intrusive Gänge im
braunroten Jaspis zwischen dem Manasarovar und dem Rakas-tal (688).