National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0181 |
Southern Tibet : vol.5 |
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IV. Feldspatfreie Gesteine.
A. Peridotite.
Lherzolith.
Braune, schwarzgefleckte, grobkristallinische Gesteine, die aus Olivin, rhombischem und
monoklinem Pyroxen und Picotit bestehen. — Der Olivin ist von einander kreuzenden Flächen
durchzogen, längs welchen derselbe in gelbe oder braungelbe Serpentinsubstanz umgewandelt
worden ist. — Der häufigst vorkommende Pyroxen ist rhombisch, von genau demselben Bau
und Aussehen wie im Bronzitit (s. hier unten), wo er der chemischen Analyse gemäss aus
Bronzit besteht; auch der rhombische Pyroxen des Lherzolithes ist folglich als Bronzit zu
bezeichnen. — In sehr untergeordneter Menge tritt ein farbloser, monokliner, diopsidähnlicher
Augit auf. — Der Picotit ist immer an Menge sehr unbeträchtlich.
B. Pyroxenite.
Bronzitit.
Grünlich schwarze, grobkristallinische Gesteine, die grösstenteils aus einem rhombischen,
wasserhellen Pyroxen mit Spaltrissen nach (110) und (010) und ohne bemerkbaren Pleochrois-
mus bestehen. Nach seiner chemischen Zusammensetzung muss dieser Pyroxen ein Bronzit
sein. Ausserdem treten im Gestein vereinzelte Olivine und farbloser diopsidähnlicher, mono-
kliner Augit auf; die beiden letztgenannten Mineralien sind indessen von so ganz untergeord-
neter Bedeutung, dass das Gestein als Bronzitit bezeichnet werden kann.
Es ist natürlich ohne weiteres klar, dass zwischen diesen beiden Gesteinsvarietäten keine
bestimmte Grenze besteht; in gewissen Varietäten ist der Bronzit, in anderen der Olivin stärker
repräsentiert; in mehreren Proben ist die Umwandlung der Gesteinselemente in Serpentin oder
-Bastits so weit vorgeschritten, dass man die primäre Zusammensetzung des Gesteins überhaupt
nicht feststellen kann.
Dass es sich wirklich hier um ultrabasische Gesteine handelt, geht aus den chemischen Ana-
lysen (086) und (097) hervor. Aus diesen Analysen lassen sich folgende für das OSANN'sche
Projektionsdreieck verwendbare Werte berechnen:
a A C F a c f n
(086) . . . . 39.90 0.77 16.28 57.28 0.5 0.0 19.5 8.56; f > a > c
(097) . . . . 48.15 0.00 1.65 47.38 0.0 0.5 19.5 ; f > c > a.
Im Projektionsdreieck (Sid. 156, Fig. 2) liegen die Projektionspunkte dieser Gesteine in der
nächsten Nähe des F-Poles und fallen mit mehreren früher analysierten Peridotiten zusammen,
die basischen Endglieder der Diorite und Gabbros des Transhimalaya darstellend.
Zum dem Lherzolith oder Bronzitit oder deren Umwandlungsprodukte sind folgende Stufen
zu rechnen: (302), (530), (538), (541), (558—509), (500), (501), (594), (599), (686), (691—695),
(697), (698), (700—703), (732—735), (1085), (1111), (1112). Die Fundorte dieser Stufen sind
auf der Karte, S. 162, eingetragen worden. Aus dieser erhellt, dass das Vorkommen dieser
ultrabasischen Eruptivformation an die Talniederung südlich vom Transhimalaya und an den
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