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0188 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 188 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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Eine andere Varietät bildet der schieferige Kalkstein, der sich aus kleinen langgestreck-
ten Kalkspatkriställchen zusammensetzt. Die Längsachsen der verschiedenen Individuen haben
alle dieselbe Richtung, wodurch der Kalkstein eine gestreckt schieferige Textur bekommt. Ab
und zu treten idiomorphe Turmalinkristalle von gewöhnlicher Säulenform auf. Im Kalkstein
erscheinen oft schieferige, von Glimmerschüppchen und Erzstaub gebildete Zwischenlagen mit
feiner Fältelung. Diese präcoeänen Kalksteine stimmen petrographisch vollständig mit den
Kalkschiefern aus Phari überein ebenso wie mit den Kalkschiefern aus Gyantse, welche nach
HAYDEN¹ dem Jurasystem zuzurechnen sind. Hieher gehören: (532), (535), (544—546), (572—
577), (626), (631—633), (636—640), (645), (651), (673—685), (738—740), (1107—1109), (1119—
1121). Diese Gesteine sind an das obere Brahmaputra- und Satledschtal gebunden.

2. Magnesit.

Dolomitische bis magnesitische Nebenprodukte der Serpentinisierung von Peridotit und
Pyroxenit finden sich südlich vom Kailas.

III. Chemische Sedimente.

Hieher gehören die Kalksinterabsetzungen: (24), (25), (177), (205), (209), (211), (345), (410)
(452), (479), (687), (702), und Gipsausscheidungen: (92), (118), (152), (153).

Kristallinische Schiefer.

I. Gneissgranite.

Schon hier oben bei der Besprechung der Granite wurde hervorgehoben, dass ihre primäre
Struktur die eines gewöhnlichen, mittelkörnigen, schwach porphyrartigen Granites ist. Nur das
möchte noch verdienen hervorgehoben zu werden, dass sowohl die Feldspate, besonders natür-
lich der Plagioklas, wie auch der Quarz eine ausgeprägte Tendenz zu selbständiger Begrenzung
zeigen, aber auch dass die primäre Struktur nur selten erhalten ist, und dass die Granite mit
primär richtungsloser Struktur in parallelstruierte Gneissgranite übergehen. Wenn von einem
Fundorte mehrere Granitproben vorliegen, sind gewöhnlich einige derselben massige Granite,
andere dagegen parallelstruierte bis flasrige Gneissgranite, bestehend aus hellen, streifen- oder
linsenförmigen Partien von Quarz und Feldspat abwechselnd mit dunkleren Streifen, die aus
Biotit, Eisenerz, Hornblende etc. bestehen.
Unter dem Mikroskop sieht man sofort, dass die Gneissgranite aus echten Graniten durch
Umwandlung derselben entstanden sind, und dass die Umwandlung als eine Dynamometamor-
phose charakterisiert werden muss. — Die schwächsten Spuren einer solchen sind undulöse Aus-
löschung des Quarzes, Biegung des Plagioklases, Gitterstruktur der peripherischen Partien des
Orthoklases, Aufblätterung des Glimmers etc. — Bei etwas stärkerer Kataklase ist der Quarz
in optisch verschieden orientierte Partien zersprungen, ohne dass Sprünge zwischen den ver-
schiedenen Partien im gewöhnlichen Licht zu beobachten sind. — Nach einer noch stärkeren