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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0200 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 200 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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Konglomerat- und Sandsteinbänken, gebildet auf Kosten der späteocänen Eruptivformation der
Gegend und folglich selbst posteocän, mutmasslich oligo- bis pliocän. Am Fuss der Westseite
des Kailas tritt dieselbe Konglomerat- und Sandsteinbildung hervor so weit nördlich wie bis zum
Kloster Njandi-gumpa; n. davon längs dem Wege nach Diripu-gumpa herrschen Granite und
Granitporphyre. Dieselben Granite trifft man am Nord- und Ostrande des Kailas von Dolma-la
bis zu 5 Kilom. n. vom Kloster Tsumtulpu-gumpa. Südlich hiervon stehen am Wege die oben-
genannten posteocänen Konglomerate und Sandsteine an; weiter südwärts kommen Gänge von
serpentinisierten oder in Magnesitmassen umgewandelten Peridotiten zum Vorschein. Der aus
Tiefengesteinen, Granit und Peridotit, bestehende Sockel des Kailas fällt somit allmählich vom
Dolma-la, 5,669 m ü. d. M. zum Südrande des Berges, ung. 4,630 m ü. d. M. ab. Die jetzige,
diesem späteocänen Gebirgsgrund aufruhende und aus posteocänen Sedimentgesteinen beste-
hende Bergpyramide stellt nur einen Denudationsrest dar, seitdem die umgebenden Teile der
posteocänen Sandstein- und Konglomeratbildung unter dem Einfluss der nivellierenden Kräfte
weggeführt worden sind.

N. vom Dolma-la bis zum Tseti-la und weiter nordwärts kommen dieselben Granite zu-
sammen mit schriftgranitartigen Pegmatiten und Hornblendegneiss (744) vor. Ob es sich hier
um einen wirklichen Granitboden oder nur um dicht angehäufte Granitgänge handelt, geht aus
den mir zugänglichen Proben nicht hervor. Weiter n., ung. 5,5 Kilom. s. vom Singibuk, wer-
den die Granite durch deutlich gangförmig auftretende quarzporphyrische Liparite ersetzt.
Bei Singibuk selbst ist die Gangformation basischer geworden und wird hier aus dunkelgrauem
Diabas gebildet.

Am Singi-kabab, der Quelle des Indus, kommt der sedimentäre Gebirgsgrund zum Vor-
schein. Er besteht hier (760, 761) aus grauem Kalkstein mit Orbitolina cf. bulgarica, der
folglich dem oberen Barrêmien angehört. Ein graulicher Kalkstein (777) mit fraglichen Resten
von Orbitolina-Skeletten, der trotz seiner stärkeren Umkristallisierung mit dem erwähnten Bar-
rêmienkalkstein identisch scheint, kommt am Passe Damkartschen-la vor. Auch weiter nördlich,
in der Gegend von Gjekung, sind fest anstehende Kalksteine angetroffen worden (789, 792).
Diese sind indessen noch stärker umkristallisiert und entbehren jeder Spure von Fossilresten,
wonach ihre Zugehörigkeit zum Kreidesystem noch fraglicher wird. Aus dem schon Ge-
sagten geht hervor, dass der obere Teil des präcocänen Gebirgsgrundnes in dieser Gegend
aus Kalkstein besteht, der wenigstens teilweise die ältere Kreide, den oberen Barrêmien, reprä-
sentiert.

N. vom Singi-kabab bis zum Passe Lamo-lase wird der Gebirgsgrund von Ergussgesteinen
des Dacit-Typus gebildet (763—766). Von der Nordseite des genannten Passes bis Gambotsche
streckt sich ein weit ausgedehntes Lavafeld von schlackigen, glasigen Andesit-Laven, nur
auf dem Passe Tsolan-ngophta-la von basaltischen Laven (782) verdrängt. Diese Kreidekalk-
steine durchsetzenden und denselben aufruhenden Eruptivmassen, älter als die ältere Kreide,
gehören mutmasslich zu der grossen späteocänen Eruptivformation des Himalaya und Trans-
himalaya.

Auf der Lava ruht, z. B. auf dem Passe Damtarngo-la, ein auf Kosten derselben gebildete-
ter, grünlich grauer Sandstein (775) von demselben Alter wie der Sandstein des Kailas, mut-
masslich oligo- bis pliocän.

Von noch jüngeren Ablagerungen sind zu erwähnen, ausser den pleistocänen Sandsteinen
und Konglomeraten bei Tschiu-gumpa, rezente Kalksinter-Absetzungen.