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0208 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 208 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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einer intensiven Dynamo- oder sogar Piëzokontaktmetamorphose, wodurch die ursprüngliche Psam-
mit- resp. Pelitstruktur in eine kristallinische, oft mit Kristallisationsschieferung verbundene Struk-
tur überging. Die Serie ist von späteocänen Lavengängen aus Graniten, Pegmatiten und Diorit-
porphyriten durchsetzt und ist somit selber präeocän. Petrographisch stimmen die betreffenden
Sedimentgesteine vollständig mit von HAYDEN im östlichen Himalaya während der Expedition
nach Lhasa im Jahre 1903 gefundenen metamorphen Quarziten und Schiefern jurassischen Alters
überein. Südlich von Tomo-schapko werden hiehergehörige Sandsteine (212) von Barrémiен-
kalksteinen (213) überlagert. Nach dem Angeführten darf man wohl annehmen, dass die eben
erörterte Sandstein-, Quarzit-, Phyllitserie entweder jurassisch oder jurassisch und altcretaceisch
sein mag. — Die genannte Jura-Kreideserie zeigt vielfache Faltungen und Knickungen. Ihr
Fallen ist gewöhnlich n. oder s.

Die späteocäne Eruptivformation setzt sich teils aus Ergussgesteinen, Daciten und Andesi-
ten, teils aus gangausfüllenden Gesteinen, Biotitgranit (266), (268—270), Quarzbiotitdiorit (262),
schriftgranitartigem Pegmatit (267), (272), Dioritporphyriten (263—265) etc., zusammen. Auch
ein Kristalltuff eines quarzporphyritischen Magmas (240) kommt, n. von Naong-rung, zum
Vorschein. Die Ergussgesteine und der Tuff bilden ausgedehnte Lavendecken im Gebiete s.
vom See Ngangtse-tso bis zum Passe Sela-la. Auch das Gebiet auf dem Passe Tschuang-la
wird von dacitischen Laven eingenommen. Auf dem Dangbä-la und s. davon, d. h. auf dem
Südabhang des Transhimalaya, kommen keine Ergussgesteine zum Vorschein. Die späteocäne
Eruptivformation wird hier von Graniten, Dioriten usw., d. h. Gesteinen mit ausgeprägtem
Habitus eines Tiefen- oder Ganggesteins, repräsentiert. Diese Verteilung der verschiedenen
Niveaus der Eruptivformation erklärt sich unschwer aus den am Südabhang stattgefundenen,
bedeutenden Erosionseinschnitten des Brahmaputra und seiner Nebenflüsse, durch welche nach
Wegspülung der oberflächlichen Partien tiefer gelegene Teile der Eruptivformation blossgelegt
worden sind.

Von jüngeren Bildungen sind nur das posteocäne Konglomerat (236) bei Lamblung und
der rezente Kalktuff (221), unweit des Ngangsi-tso, zu erwähnen.

15. Von Lingö am Dok-tschu bis Kaptschar im N. (Fig. 21).