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0211 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 211 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

digen, d. h. das Sediment wird nach oben zu immer grobkörniger. Natürlich kommen aber
die erwähnten Formationen auch in Wechsellagerung mit einander vor; besonders häufig treten
Einschaltungen wenig mächtiger Schieferlagen im Sandstein auf.

Wenn, wie hier oben angenommen wurde, die Sandsteinformation dieser Serie dem
Neocom zuzurechnen ist, sollten die derselben unterlagernden Sandschiefer- und Tonschiefer-
formationen dem ältesten Neocom oder vielleicht dem jüngeren Jura zugehören.

Südlich vom Passe Angedschum-la (Fig. 12, 19) findet man dieselbe Lagenfolge wieder: zu-
unterst Schiefer, zuoberst quarzitischer Sandstein oder sogar mit einer Konglomerat-Einlagerung.
Die Rollstücke des Konglomerates bestehen aus einem quarzitischen Sandstein, der mit dem
Sandstein der Hauptformation identisch ist.

Auf der Strecke zwischen dem Tasang-la und dem Lager 186 (s.ö. von Nagor) wurde oft-
mals zusammen mit Sandsteinen der jetzt beschriebenen Serie ein grünlich grauer oder braun-
roter Hornstein (Jaspis) aufgefunden, der sich fast ausschliesslich aus Radiolarienresten zusam-
mensetzt. Leider war es nicht möglich die Radiolarien näher zu bestimmen. Allem nach
scheint es indessen gestattet anzunehmen, dass diese Hornsteinformation geologisch an den
Neocomsandstein gebunden ist, untergeordnete Einlagerungen in demselben bildend und mit
demselben geologisch gleichaltrig. Wie weiter unten gezeigt werden wird, kennt man aus
mehreren Lokalitäten im westlichen Himalaya eben solche Einlagerungen von Hornstein-
schichten im Gieuma!— d. h. ältesten Kreide- — Sandstein.

Schon früher (S. 166) wurde hervorgehoben, dass hieher gehörige Sedimentgesteine kalk-
haltig werden können, und dass ihr Gehalt an Kalzit so bedeutend werden kann, dass solche
Varietäten einen Übergang zu Kalkschiefern und schieferigen Kalksteinen vermitteln. Nach dem
Profil von der Gegend zwischen dem Manasarovar und Rakas-tal (Fig. 7, S. 181) zu urteilen,
scheinen solche schieferige Kalksteine an die unteren Teile der jurassischen Schiefer-Sandstein-
serie gebunden zu sein. Sie kommen hauptsächlich in den oberen Brahmaputra- und Sat-
ledsch-Tal vor und stimmen petrographisch vollständig mit den Kalkschiefern und schieferigen
Kalksteinen aus dem östlichen Himalaya überein, welche nach HAYDEN ¹ dem Jurasystem zu-
zurechnen sind.

Im grossen scheint diese präjaultische Serie aus folgenden Formationen zu bestehen:
Zuoberst Sandstein — Quarzit mit Hornsteinlagen,
Sandstein — Quarzitschiefer,
Tonschiefer — Phyllit.
Zuunterst Kalkschiefer — schieferiger Kalkstein.

Schon hier oben wurde die petrographische Ähnlichkeit dieses Sandsteins mit dem Gieu-
malsandstein des Himalaya angedeutet. Auch die Geologie dieser beiden Formationen gibt die
geologische Zusammengehörigkeit derselben an. Aus GRIESBACH's Untersuchungen über jung-
jurassische und altcretaceische Bildungen im Himalaya ² will ich hier folgendes anführen.

Zwischen dem Niti-Pass und dem Satledsch, wo der Gieumalsandstein konkordant dem ju-
rassischen Spitischiefer aufruht, besteht die erwähnte Sandsteinformation zuunterst aus dünnschich-
tigem, grauem, verwittert braunem, Quarzsandstein, alternierend mit graulichen Quarzschiefern
und von massigem, grauem Quarzsandstein überlagert, welcher in Hundés, s.w. von Dongpu,
von hellgrauem bis weissem Kreidekalkstein mit Rudisten bedeckt ist. Der dünnschichtige
Sandstein sowie der Quarzschiefersoll dem oberen Tithon, der massige Sandstein dem Neocom,
der Kalkstein der oberen Kreide zugehörig sein. — Beim Sirkia-Fluss wurde von GRIESBACH