National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0213 |
Southern Tibet : vol.5 |
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auch hier dieselbe lithologische Zusammensetzung beibehaltend, auch hier zwar teilweise dem
jüngeren Jurasystem, teilweise aber dem älteren Kreidesystem, etwa dem Neocom, zugehörig.
Zahlreiche Vorkommnisse dieser Serie sind am Südabhang des Transhimalaya und in der
Talniederung des Brahmaputra und Satledsch zwischen Schigatse im O. und dem Manasarovar—
Rakas-tal im W. entblösst worden. Auch im Transhimalaya selbst ist die Serie oftmals ange-
troffen worden, aber nur in den Erosionseinschnitten der Quertäler. Da, wo die Wege Doktor
HEDINS im Transhimalaya über Hochebenen und Höhenzüge hingingen, kommt die Serie
dagegen nicht zum Vorschein, sondern liegt hier bedeckt von anderen, jüngeren sedimentären
und eruptiven Bildungen. Auch am Nordabhang des Transhimalaya und im Seengebiete nörd-
lich des genannten Kettenzuges ist die Schiefer-Quarzserie blossgelegt. Auch weiter nördlich
auf der eigentlichen Hochebene von Südwesttibet kommt die Serie ab und zu zum Vorschein,
obwohl der Gebirgsgrund dieser Hochebene hauptsächlichst aus Kreidekalksteinen gebildet wird.
Diese jungjurassische-altcretaceische Lagenserie hat starke Gebirgsfaltungen mitgemacht
(s. die Profilzeichnungen des Kapitels III) und ist von zahllosen Gängen oder Stöcken von
Graniten, Dioriten, Diabasen und Peridotiten durchsetzt worden, was alles eine stärkere oder
schwächere Piezokontaktmetamorphose der ursprünglichen Sedimente verursachte und die Um-
wandlung der Tonschiefer, Kalksteine, Quarzsandsteine zu Phylliten, Kalk-
schiefern, Quarzschiefern resp. Quarziten hervorrief.
B. Gault und Cenoman.
Während die als Jura-Neocombildungen gedeutete Schiefer-Quarzserie fast rein mechani-
sche Sedimente darstellt, treten die dieser Serie auflagernden Kreidebildungen als rein biogene
Sedimente, fossilienführende Kalksteine, hervor.
Die Kalksteine sind dicht, von weissgrauer bis rötlich grauer Farbe. Sie bestehen aus
einem feinstruierten Kalkmehl, das zuweilen durch molekulare Umlagerungen in ein kristalli-
nisch-körniges Gefüge umgewandelt worden ist. Bei dieser Umkristallisierung wurden früher
vorhandene Organismenreste mehr oder weniger vollständig zerstört und dadurch unbestimm-
bar gemacht.
In einigen Fällen ist es jedoch gelungen, die Bestimmung der Fossilienreste durchzuführen
und dadurch auch die Feststellung folgender geologischen Abteilungen des Kreidesystems:
Barrémien mit Orbitolina conulus (forma A) und Choffatella sp.; (40), (63).
Oberer Barrémien oder unterer Aptien mit Orbitolina bulgarica (forma A) und O. cf.
discoidea (forma B) (185), (180), (190), (200), (203), (204), (213), (760), (701).
Albien mit Orbitolina subconcava und O. bulgarica, (192—195).
Cenoman mit Praeradiolites Hedini DOUV. (43—62), (885—888²).
Da der Barrémien von der hier oben als Neocom gedeuteten Quarzit-Sandsteinformation
unterlagert wird und der Cenoman im Aksai-tschin von einem, allem Anschein nach, posteoçänen
Sandschiefer überlagert wird, scheint es, als wenn das Kreidesystem in Südwesttibet jetzt nur
von Neocom, Gault und Cenoman vertreten ist. Der Frage, ob das immer der Fall gewesen
sei, wollen wir jetzt etwas näher treten.
Im westlichen Himalaya, z. B. in Hundés, wird der Gieumalsandstein von hellgrauem,
dichtem Kalkstein (Chikkimkalkstein) mit Rudisten oder anderen Bivalven (Inoceramus sp.)
überlagert.¹ Leider wird nicht näher angegeben, welche Species der genannten Gattungen
hier vertreten sind, wodurch die nähere Feststellung des Alters des Chikkimkalksteins sich
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