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0217 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 217 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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einmal homotax gewesen zu sein; gewisse derselben könnten schon in der jüngeren Kreide-,
andere erst in der älteren Tertiärzeit eingesetzt haben. Daraus folgt, dass sich gewisse der
fraglichen Granit-Dioritgänge schon während der jüngeren Kreidezeit gebildet haben können,
andere erst später, während oder sogar nach der Eocänzeit.

Ich habe bisher alle hierher gehörigen Gänge aus Südwesttibet als gleichaltrig bezeich-
net, da keine Beobachtungen vorliegen, aus denen Schlussfolgerungen über das gegenseitige
Alter derselben gezogen werden können. Aus dem Himalaya weiss man jedoch, dass der ba-
sischere Hornblendegranit etwas älter ist als der Biotitgranit und dieser seinerseits etwas älter
als der Muscovit-Turmalingranit. Dieser Altersunterschied ist indessen nicht so gross, dass nicht
die erwähnten Granite als Differenzierungsprodukte desselben eocänen Magmas angesehen
werden können. ¹

Innerhalb des Transhimalaya treten auch Ergussgesteine wie Liparite, Dacite, Andesite
und Basalte zusammen mit vulkanischen Tuffen auf. Sie wurden nur auf den Höhen, nicht in
den tiefen Erosionseinschnitten angetroffen. Die Unterlage dieser Laven und Tuffe besteht aus
den sedimentären Jura-Gaultserie; auch kommen Bruchstücke der erwähnten Sedimente in den
Laven eingebacken vor. Hieraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass diese Laven-
formation nicht alter als jungcretaceisch sein kann.

In Malla Johar wird ² die vermutlich jungcretaceische »Flysch«-Formation von andesitischen
und noch basischen Lavenmassen überlagert. Diese Laven und Tuffe, die petro-
graphisch mit den von HEDIN im Transhimalaya angetroffenen identisch sind, werden allge-
mein als eocän angesehen. Derselben Eruptionszeit gehören ³ auch an die »outbursts of basic
lavas which flowed over parts of Ladak, Ngari Khorsum and Western Tibet, whilst dykes of
basalt and allied rocks were formed by the injection of the basic magma into fissures both in
the sedimentary beds and in the granite. The igneous phase began with the intrusion of
masses of granite into the sedimentary deposits of the Tibetan zone« (of the Himalaya). — In
der Gegend zwischen Kampa-partsi und Chaksam (s.ö. von Schigatse) sind lose Blöcke von
dacitischen Laven angetroffen worden. Auch diese Laven sollen nach HAYDEN späteocän sein.

Aus dem hier oben Angeführten geht hervor, dass die Eruption der Laven des Transhima-
laya nicht vor der cenomanen Zeit erfolgen konnte, und dass im Himalaya mit denen des
Transhimalaya petrographisch identische Laven erst in späteocäner Zeit hervorgebrochen sind.
Hieraus kann gefolgert werden, dass die Laven des Transhimalaya späteocänen Alters sein
dürften. Folglich sollten die effusiven Laven im Transhimalaya und die als Gänge auftretenden
Eruptivgesteine im Transhimalaya und in Südwesttibet im grossen und ganzen derselben Erup-
tionszeit angehören, Produkte derselben jungcretaceischen-späteocänen vulkanischen Tätig-
keit sein.

D. Jungtertiär.

Wie schon oben (S. 171—172) hervorgehoben wurde, kommt innerhalb des von HEDIN
untersuchten Gebietes eine allgemein verbreitete sedimentäre Formation vor, die sich aus
Konglomerat, Sandstein und Sandsteinschiefer zusammensetzt. Die Bildungen bestehen aus
Trümmern, Körnern oder Splitterchen der mesozoischen und eocänen Gesteine der betreffenden
Gegend und sind auf Kosten solcher entstanden. Dieselben sind demnach posterocän und bilden