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0218 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 218 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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lacustrine oder fluviatile, fossilleere Anhäufungen von Verwitterungsmaterial besonders von den
eocänen Graniten, Dioriten, Gabbros und Pyroxeniten sowie von den effusiven Äquivalenten
dieser Gesteine her.

Aus den Profilen (Figg. 8—10, 14, 17—20) ist ersichtlich, dass diese posteocäne Formation,
die unter wechselnden Fallen und Streichen den mesozoischen Sedimenten diskordant aufruht,
wenigstens teilweise die Gebirgsfaltungen des Transhimalaya mitgemacht hat. Die erwähnte
Diskordanz zwischen dieser Formation und den Jura-Kreidesedimenten deutet ihrerseits eine
Lücke der Sedimentation an; während dieser Zwischenperiode erfahren die älteren Sedimente
eine starke Gebirgsfaltung. — Im Aksai-tschin wird der Cenomankalkstein mit *Praeradiolites
Hedini* Douv. zunächst von einem posteocänen, grünen, sandigen Schiefer und dieser von einer
oten Sandstein-Konglomeratbildung überlagert.

Die petrographische Verbreitung dieser posteocänen Bildungen ist eine sehr grosse. Sie
kommen sowohl im Tschang-tschenmo und auf dem tibetanischen Hochplateau, wie auf dem
Transhimalaya, im Brahmaputra-, Satledsch- und Industal vor.

Noch jünger als diese Formation sind die losen Konglomerate in horizontaler Lagerung,
die keine Gebirgsfaltung mitgemacht haben.¹ Solche sind im oberen Brahmaputratal und am
Westufer des Manasarovar angetroffen worden. In den mir überlassenen Stufen dieser Bildung
fehlen Fossilien vollständig.

Dieselbe Konglomeratbildung ist von mehreren Forschern in Hundés angetroffen worden,
nach R. Strachey, Lydekker, Griesbach u. a. m. hier mächtige, horizontale Lagen bildend,
die, zuweilen Säugetierreste umschliessend, die mesozoischen und tertiären Formationen der
erwähnten Provinz bedecken. Hierüber äussert sich Griesbach,² wie folgt: »Between Nabgo
and Dongpü . . . I found a coarse sandstone resting inconformably on the altered *Nummulitic*
rocks. It is a grey sandstone of the pepper- and salt colour common in the Siwaliks, in
thin bands, divided by shaly portions of the same, and partings of gritty conglomerate. No
fossils . . . They are unconformably overlaid, and lost under masses of younger deposits near
Dongpü . . . The sandstone, which cannot be older than miocene, has a rolling dip to North . . .
Conglomerates, grits, soft friable sandstone and clays rest horizontally alike over this sandstone
and the older beds below . . . Contain occasionally remains of Mammalia . . .

Diese Siwaliksedimente sind nach den nunmehr geläufigen Anschauungen³ pliocän, und die
dieselben in horizontalen Schichten überlagernden Konglomerate mit Säugetierresten sollen nach
Lydekker⁴ pleistocänen Alters sein.

Wenn diese Anschauung richtig ist, muss die Ablagerung der hier oben aus Südwesttibet
erwähnten posteruptiven Sandsteinbildung vor der Pleistocänzeit, d. h. während der Oligocän-,
Miocän- und Pliocänzeit, vor sich gegangen sein.

Eine nähere Altersbestimmung der betreffenden Sedimente ist mir mit dem vorhandenen
Materiale nicht möglich. Einige von den hierher gehörigen Ablagerungen scheinen nähere
Beziehungen zu der Siwalik-, andere zu der Sirmurserie zu zeigen. Es kommt mir sehr wahr-
scheinlich vor, dass die Bildung dieser grösstenteils aus Verwitterungsmaterial der eocänen
Eruptivmassen der Gegend bestehenden Ablagerungen sofort nach den Eruptionen begann, um
sich bis zum Abschluss der Gebirgsfaltungen, d. h. bis zur Pleistocänzeit, fortzusetzen.

Die innerhalb von Dr. Hedin untersuchten Gebietes von Tibet allgemein verbreiteten, gewöhnlich grünlich grauen Sandsteinablagerungen, die mit ausgeprägter Diskordanz den