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0224 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 224 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

aus denselben sedimentären und eruptiven Formationen wie der Transhimalaya selbst besteht,
dass wir folglich hier nicht, wie es am Südrande des Transhimalaya der Fall ist, von einer
durch Denudation geschaffenen Depression sprechen können. Ich möchte am ehesten annehmen,
dass es sich hier um eine breite, dem Transhimalaya parallele Mulde handelt von derselben
Natur wie die zwischen den weniger bedeutenden Gebirgsketten Tibets n. vom Transhimalaya
gelegenen Faltungstäler.

Als direkte Beweise von Quetschungen und Verwerfungen sind an verschiedenen Fund-
orten vorkommende Kalkstein- und Jaspisbrecien sowie die spiegelnden Rutschflächen einiger
Eruptivgesteine zu betrachten. Solche kommen im nordöstlichsten Teil des untersuchten Ge-
bietes sehr allgemein vor; sie finden sich auch in Largäp und in dem bongtolischen Transhima-
laya sowie im oberen Brahmaputra- und Satledschtal. Die Spannungen und sonstige Stö-
rungen, die sich in der Bildung dieser Breccien auslösten, und die spätjurassische, mittelcreta-
ceische und eocäne Bildungen betroffen haben, müssen selbst in späteretaceischer oder post-
eocäner Zeit vor sich gegangen sein.

Auf das verschiedene Streichen der Hauptkämme des Transhimalaya und der Gebirgs-
ketten Tibets n. vom Transhimalaya legt Oswald besonderes Gewicht, da dies beweisen
sollte, dass diese verschieden streichenden Faltungssysteme nicht gleichaltrig seien, sondern
dass das Faltensystem des Transhimalaya älter sei als dasjenige des tibetanischen Hochlandes.²
Auch für diese Annahme können keine Beweise aus dem, was wir jetzt von der Geologie dieser
Gebiete kennen, geholt werden. Wie schon oben gezeigt wurde, hat auch die posterup-
tive, oligo- bis pliocäne, Sandsteinsformation die Faltungen des Transhimalaya mitgemacht,
woraus hervorgeht, dass der Faltungsprozess dieses Gebirgskomplexes bis zum Ende der Ter-
tiärzeit fortdauerte. Die Falten des Transhimalaya sind folglich ebenso jung wie diejenigen
des tibetanischen Hochlandes, wenn es sich auch zeigen sollte, dass dieselben eine von denje-
nigen des tibetanischen Faltensystems abweichende Streichungsrichtung erhalten haben.