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0026 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 26 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000263
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und mit regelmässiger Begrenzung; c farblos, a tiefblau. Die Struktur kann als lepidoblastisch
bezeichnet werden und stellt ein schönes Beispiel der Kristallisationsschieferung dar. Der Ge-
halt an authigenem Turmalin deutet pneumatolytische Prozesse oder Kontaktmetamorphose, die
Schieferung Dynamometamorphose an als Ursache der Umwandlung eines tonig-sandigen Se-
diments in jetzigen Leptit; man könnte vielleicht den Umwandlungsvorgang am besten als
eine Piezokontaktmetamorphose (WEINSCHENK) bezeichnen. Für diese Annahme spricht der
Reichtum an Glimmer und das Vorhandensein von Turmalin sowie die Abwesenheit typischer
Kontaktmineralien. Die Kontaktmetamorphose muss von der Eruption der Granite der Gegend
herrühren; das seitens des Granits umgewandelte Sediment muss demnach prägranitisch, d. h.
wie hier unten bewiesen werden wird, präocean sein.
Die Probe stammt »aus einem niedrigen Hügel an der rechten Talseite» 3 Kilom. s. ö. von
Muglib. Das Fallen 67° gegen N. 34° O.

6. Graulicher Leptit,
identisch mit (5), enthält kleine Einlagerungen von kristallinisch körnigem Kalkstein (7).
Fest anstehend 4 Kilom. östlich von (5) am nördlichen Ufer eines kleinen Talsees. Das
Fallen 41° gegen N. 45° O.

7. Weisser, kristallinisch körniger Kalkstein.
Kommt zusammen mit (6) vor, grössere Lagen in Leptit bildend von derselben Natur wie
die in diesem liegenden kleineren Kalksteinlinsen.

8. Weissgrauer, kristallinisch körniger Kalkstein
mit ausgeprägter Streckung, bestehend aus direkt mit einander verwachsenen, ungefähr gleich-
grossen Kalspatindividuen die die gewöhnliche, polysynthetische Zwillingsstreifung nach
— ¹⁄₈ Rα (0112) zeigen; ihr Durchmesser ungefähr 0.35 mm. Die Struktur ist eine typische
Pflasterstruktur ohne Verzahnung der Körner. Das gestreckt schiefrige Textur wird durch die
ab und zu in der Masse auftretenden unbedeutenden Linsen oder dünnen Streifchen eines farb-
losen, stengeligen Tremolits hervorgerufen. Der Tremolit zeigt, wie gewöhnlich, keine terminalen
Flächen, keinen Pleochroismus; c : c = 15°; die Achsenebene parallel zu der prismatischen Spalt-
barkeit. — Die gewöhnlichen Kontaktmineralien eines Kontaktkalkes werden vermisst, was zu-
sammen mit dem Vorkommen des Tremolits nach WEINSCHENK eine Piezokontaktmetamorphose
des Kalksteins andeuten sollte. Hier oben wurde gezeigt, dass der Leptit, in welchem der
Kalkstein eingelagert liegt, einer Piezokontaktmetamorphose unterlag.
Von Fossilien sind keine direkten Spuren wahrzunehmen.
Kommt mit (6) und (7) zusammen vor, fallend 65° gegen N. 45° O.

9. Rotblonder, gestreckter Marmor.
Das Gestein setzt sich aus farblosen, allotriomorphen Kalkspatindividuen ohne Randver-
zahnung und aus braunroten Glimmerblättchen zusammen.
Kommt in Wechsellagerung mit (10) vor.

10. Grauer, granatführender Leptit.
Identisch mit (1). Die Stufe wurde 2.6 Kilom. westlich vom Panggong-tso geschlagen. Das
Fallen am genannten Fundorte 82° gegen N. 15° O.
(9) und (10) herrschen am Wege bis nach Probrang. In den Kies- und Blockanhäufungen
des Talbodens finden sich massenhaft auch dieselben Gneissgranite, die hier oben unten (3) und
(4) beschrieben wurden.