国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0045 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 45 ページ(カラー画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000263
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

178. Grauer, dichter **Kalkstein**.
Identisch mit **(173)** etc.
Anstehend in der Nähe des Lagers 72 mit senkrechtem Fallen, streichend S. 12° W.—N. 12° O.
Die steile Lage scheint in dieser Gegend vorzuherrschen, nach allen diesen senkrechten
Abstürzen und Kulissen, die besonders in den Quertälern und in den Vorsprüngen am »Weissen
See» hervortreten, zu urteilen. Südlich dieses Sees ist fester Felsen erst in der Nähe der Mündung
des Tales nördlich vom Lager 73 erreichbar. Hier taucht nämlich ein scharf markierter, ziegel-
roter Kamm empor mit dem eben erwähnten Streichen und Fallen und vom Tale durchbrochen.
Der Kamm besteht aus dem Kalkstein **(179)**.

179. Roter, feinkörniger **Kalkstein**.
Ein feinkörniges Calcitmehl, imprägniert mit Eisenoxyd in feinsten Körnern, und grössere
Calcitindividuen sowie eckige Quarzkörner umschliessend, deren Durchmesser eine ungefähre
Grösse von 0.1 mm erreicht.

180. Graulich roter **Quarz-Amphibol-Dioritporphyrit**.
In einer grauen, feinkörnigen Grundmasse liegen Einsprenglinge von *Quarz*, *Plagioklas*,
*Orthoklas*, *Hornblende* und *Biotit*. — Die Grundmasse scheint holokristallinisch zu sein, be-
stehend aus kleinen *Quarz*- und *Feldspat*individuen; unter den zuletzt genannten sieht man zu-
weilen kurz leistenförmige mit Zwillingsstreifung nach dem Albitgesetz. — Die Einsprenglinge:
Der *Quarz* ist glasklar mit unregelmässigen Einschlüssen, in denen eine bewegliche Libelle nicht
zu sehen war, gewöhnlich von unregelmässiger Form, zuweilen jedoch die Form des Dihexaëders
andeutend; magmatische Resorptionseinstülpungen sind sehr oft wahrzunehmen. — Der *Plagioklas*
setzt sich aus Zwillingen nach dem Albit- und Karlsbadergesetz zusammen. Gemessenes Maxi-
mum der zu *M* (010) symmetrischen Auslöschungswinkel = 18°; nach diesem Befund sollte ein
*Andesin*, ein Ab⁶⁵An³⁵, vorliegen. — Der einheitlich struierte Feldspat, *Orthoklas*, bildet grosse
relativ seltene Tafeln mit nur sehr schwachen Spuren einer Pressung. — Die *Hornblende* zeigt
die Form kurzer, von Prisma und Pinakoid begrenzter Säulen; a = hellgelb oder fast farblos,
b und c = braun. — Ab und zu tritt auch eine regelmässig hexagonale, braune Biotittafel auf,
oft sind sie chloritisiert, grün; 2 E wurde zu ungefähr 20° gemessen.
Anstehend am Wege zwischen den Lagern 72 und 73 auf dem Passe (5,032 m ü. d. M.)
südlich des Rinak-tschutsen.

181. Dunkelgrünes, schieferiges **Gestein**,
dessen Abstammung ich nicht ermitteln konnte.
Nördlich des Lagers 74.

182. Roter, feinkörniger, kalkhaltiger **Sandstein**.
Das Gestein ähnelt vollständig dem unter **(107)** beschriebenen, vielleicht mit dem Unter-
schied, dass die opaken Körner in **(182)** reichlicher vorhanden sind als in **(107)**. Die Quarz-
körner sind eckig, von ung. 0.15 bis 0.20 mm Durchmesser; die Plagioklaskörner, von demselben
Aussehen und derselben Grösse wie die Quarzkörner, sind oft in feinschuppige Glimmeraggregate
umgewandelt worden; andere eckige Körner von derselben Grösse zeigen dasselbe Aussehen
wie z. B. die Grundmasse des hier oben, unter **(180)**, beschriebenen Quarz-Amphibol-Dioritpor-
phyrites. Äusserst selten sieht man ein Zirkon- und Turmalinkorn. Der Calcit tritt als selb-
ständig begrenzte Kristalle auf, oder er bildet eine cementierende, feinstruierte Zwischenmasse.