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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0055 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 55 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

Die Grundmasse ist, wenn frisch, äusserst feinstruiert; ihre Einwirkung af das polarisierte
Licht ist schwach oder fast gleich Null; sie scheint folglich wenigstens zum Teil aus undifferenz-
iertem Glas mit beinahe submikroskopischen Mineralausscheidungen zu bestehen.

Die Einsprenglinge: Der Quarz bildet Dihexaeder mit schmalem Prisma; in seinen peri-
pherischen Partien erscheinen schlauchartige Grundmasseneintstulpungen die als magmatische
Resorptionserscheinungen zu deuten sind. — Der Plagioklas, Tafeln nach M (010), setzt sich
aus Zwillingen nach dem Albit-, Karlsbader- und (selten) Periklingsetze zusammen; nach der
optischen Analyse liegt ein saurer Andesin vor. Er ist glasklar, oft stark rissig. Einige Feld-
spate sind einheitlich gebaute Tafeln, welche vielleicht als Orthoklas zu deuten sind. — Der Biotit
bildet regelmässig hexagonale Tafeln von brauner Farbe; oft werden sie durch Verwitterung
und Auslaugung grün, unter Ausscheidung opaker Erzkörnern.

Anstehend auf dem Passe Tschesang-la, nördlich des Lagers 120, gleich südlich von 30°
n. Br. und gleich östlich von 88° ö. L.

**257.** Weissgrauer, streifiger **Quarzit**.
Ohne nähere Angabe des Fundortes.

**258.** Graugrüner, **phyllitischer Schiefer**.
Ohne Angabe des Fundortes.

**259, 260.** Grünlicher, verwitterter, **quarzporphyritischer Dacit**.
In einer verwitterten Grundmasse liegen Einsprenglinge von Quarzdihexaëdern und ver-
witterten Plagioklastafeln.
Ohne Angabe des Fundortes.

**201.** Dunkelgrauer, feinkörniger **Quarzit**.
Das Gestein besteht hauptsächlicht aus unregelmässig eckigen Quarzkörnern von ungefähr
0,1 mm Durchmesser. In gewissen Partien grenzen die Quarzkörner unmittelbar an einander
mit ebenem, nicht verzahntem Rand, in anderen liegen sie in einem hornfelsstruierten Quarz-
aggregat eingebettet. In dieser mehr oder weniger reichlichen Zwischenmasse sieht man braune
resp. schwach grünliche oder farblose Glimmerschüppchen sowie einzelne Turmalinsäulchen mit
c = farblos, a = tiefblau bis grünlich blau. Das Vorhandensein von Glimmer und Turmalin sowie
die Parallelanordnung der erstgenannten, eine schwache Kristallisationsschieferigkeit hervorrufend,
scheint mir anzudeuten, dass das ursprünglich psammitische Gestein seine jetzige Zusammen-
setzung und Struktur einer Piézokontaktmetamorphose zu verdanken habe; demnach sollte das
Sediment präeocän sein. Ich will nicht unterlassen hinzuzufügen, dass das umgewandelte Gestein
den quarzitischen Streifen des hier oben unter (249) beschriebenen Schiefers sehr ähnlich ist.
Anstehend im Nebental Tschaggelung, am Wege nördlich des Lagerplatzes 121. Das Fallen
75° gegen O. Weiter südwärts ist das Fallen 67° gegen O. 20° S. Die Kiesmassen am Talboden
setzen sich aus porphyrstruierten Ergussgesteinen, Konglomeraten und Schiefern zusammen.

**202.** Grauer **Quarzbiotitdiorit** (**Hornblendegranit**).
Mittelkörniges, granitähnliches Gestein, das sich aus Orthoklas, Plagioklas, Quarz, Horn-
blende, Biotit, Magnetit und Kleinmineralien (Apatit, Erzkörnern) zusammensetzt.
Der Orthoklas ohne selbständige Begrenzung oder zuweilen tafelförmig nach M (010).
Schnitte mit zentralem Austritt der Bisectrix ε und mit scharfen Spaltrissen nach P (001)