国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0070 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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OCR読み取り結果
sieht man ferner kurze, nur 0.1 mm lange, säulenförmige Turmalinkristalle, idiomorph in der
Prismenzone und mit Endflächen gewöhnlich nur an dem einen Ende, zuweilen an beiden. Der
Pleochroismus: a = grünblau, c = farblos. Der Turmalin ist offenbar authigen.
Die dunkleren, feinkörnigeren Schichten bestehen aus denselben Bestandteilen wie die hellen,
grobkörnigen, jedoch mit dem Unterschied, dass die Quarzkörner kleiner und an Menge mehr
zurücktretend sind unter Anreicherung der Glimmerblättchen und Turmalinkriställchen.
Das Gestein ist von derselben Natur wie (322), nur etwas grobkörniger und mit grös-
serem Turmalingehalt als dieses. Es wird von dicht gelegenen, pegmatitischen und aplitischen
eocänen Granitgängen durchsetzt und hat seine gegenwärtige Struktur und Zusammensetzung
durch eine Kontakteinwirkung seitens dieser Eruptive erhalten unter gleichseitiger Gebirgspres-
sung, demnach eine Piezokontaktmetamorphose (WEINSCHENK) eines früheren Sandes (Sand-
steins) mit Zwischenlagen von Ton (Schiefer).
Anstehend, wie schon erwähnt wurde, zwischen den Lagern 144 und 145. Das Fallen 48°
gegen N. 15° W.
330. Weisser, feinkörniger Marmor.
Anstehend unterhalb des Nebentales Schalung; östlich des Lagers 146, Scha-oktsang. Das
Fallen 33° gegen W. 20° S.
331. Graulich grüner Glimmerquarzit.
Identisch mit (329). Anstehend hart neben und westlich von (330); das Fallen 78° gegen
W. 15° S. In der Felsenwand des Glimmerquarzites findet sich eine Grotte.
332. Rötlicher, dichter, quarzitischer Sandstein.
Das Gestein setzt sich aus unregelmässig geformten, verzahnten Quarzkörnern zusammen,
deren Durchmesser gewöhnlich 0.1 mm beträgt, zuweilen aber eine Grösse von 0.6 mm erreicht.
Die Einschlüsse sind liquid, mit beweglicher Libelle; die Auslöschung undulos; in einigen Fällen
zeigt das Korn Druckzwillinge. Neben den Quarzkörnern sieht man trübe Körner eines ortho-
klastischen Feldspats sowie kleine Schuppen von farblosen, lebhaft polarisierenden Glimmers,
und seltene Turmalinkriställchen mit c = farblos, a = grünlich blau bis gelblich. — Dieser
quarzitische Sandstein mit authigenem Glimmer und Turmalin ist identisch mit (329), (331) etc.,
präocän wie diese.
Anstehend in der rechten Seite des Passtales, Tschang-la-Pod-la (5,573 m ü. d. M.), öst-
lich des Lagers 146. Das Fallen 18° gegen S. 30° W.
333. Graulich brauner, phyllitischer Schiefer.
Feinstruierter, kristallinischer Schiefer, bestehend aus Quarzsplitterchen und Glimmer-
schüppchen in paralleler Anordnung, wodurch eine schieferige Textur hervorgerufen wird. Der
Glimmer besteht haupsächlichst aus braunem, resp. schwach gelblichem Biotit.
Der Schiefer kommt zusammen mit (332), in konkordanter Wechsellagerung mit diesem, vor.
334. Dunkelgrüner, quarzporphyritischer Dacit.
In einer stark umgewandelten Grundmasse liegen Einsprenglinge von Quarz, Plagioklas,
Orthoklas und grüne chloritische Aggregate von dem gewöhnlichen Habitus des Augites. —
Die Grundmasse ist bräunlich mikrofelsitisch oder sogar mikropegmatitisch und zeigt zuweilen
sehr schöne Mikrofluktuationsstruktur. — Die Quarzeinsprenglinge zeigen oft Dihexaederform
mit niedrigem Prisma; unter den Einschlüssen habe ich keine mit beweglicher Libelle wahr-
genommen. Magmatische Resorptionserscheinungen in der Form schlauchähnlicher Grundmasse-
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