国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0090 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
引用情報
OCR読み取り結果
undulose Auslöschung oder Zertrümmerung. Ein »quartz vermiculé« in myrmekitischer Ver-
wachsung mit einheitlich struiertem Feldspat ist nicht ungewöhnlich, rundliche oder unregelmässige
Partien bildend. Der Biotit bildet lappige Individuen mit a = gelb, b und c = braun.
Die Struktur ist sekundär mit deutlichen mechanischen Deformationen; durch die plan-
parallele Anordnung der Biotitschuppen wird eine schieferige Textur, Kristallisationsschieferung,
hervorgerufen.
Lose Blöcke südlich des Lagers 184.
487. Dunkler Quarzaugitdiorit.
Das Gestein besteht aus Plagioklas, Augit, Quarz, Erzkörnern und Apatit. — Der Plagio-
klas, lang leistenförmig, ist so stark verwittert, dass eine optische Analyse desselben sich nicht
durchführen lässt. Der Augit ist farblos, bildet grössere, säulenförmige Individuen oder auch
Zusammenballungen kleinerer zwischen den Plagioklasleisten; oft ist er in schmutziggrüne chlo-
ritische Substanzen umgewandelt. Auch der Quarz bildet nicht allzu seltene Ausfüllungen
zwischen den Plagioklassen.
Der grosse Quarzgehalt sowie die Unmöglichkeit einer näheren Bestimmung des Plagio-
klases macht das Feststellen der Natur des Gesteins überhaupt unsicher; es kann ein relativ
saures Gabbro- oder ein Quarzdioritmagma vorliegen. — Dieses Ganggestein ist offenbar iden-
tisch mit (314—316) und folglich auch mit den von HAYDEN ¹) aus Nangkartse und anderen
Lokalitäten im östlichen Himalaya beschriebenen dioritischen Ganggesteinen, die, wie er ver-
mutet, dem jüngeren Eocän angehören.
Anstehend im Felsenhügel Tscha-sang, ungefähr 7 Kilom. südlich des Lagerplatzes 184.
488. Rostfarbiger Sandstein.
Anstehend 5 Kilom. südlich des Lagers 184. Das Fallen 31° gegen N. 30° W.
489. Gelber Kieselschiefer mit Radiolarien.
In der äusserst feinstruierten Gesteinsmasse sind zahlreiche Skelette von Radiolarien zu
sehen, die jedoch so schlecht erhalten sind, dass eine Species-Bestimmung nicht durchführbar
ist. Herr Professor L. CAYEUX, Paris, der gütigst den Dünnschliff geprüft hat, schreibt mir
darüber Folgendes: »Les Cenellipsis (ou Spongurus) abondent; les formes des Cyrtocalpida
paraissent assez fréquentes; le genre Cyrtocalpis compte plusieurs représentants. La famille
des Druppulidae est également représentée.«
Das Gestein ist mit (469), (471) identisch und steht zusammen mit einem gelblichen Sand-
stein (490) auf dem Passe 2 Kilom. südlich des Lagers 184 an. Das Fallen 62° gegen W. 40° N.
490. Gelber Sandstein.
Identisch mit (475), (477), (537) etc. Zusammen mit (489).
(491 und 492. Grüner Schiefer und weissgrauer Kalkstein, beide mit Inskriptionen. Lose
Stücke auf dem Passe südlich des Lagers 184; hierhergeschleppt.)
493. Dunkelgrüner, glaukonitischer Sandstein.
Das Gestein besteht aus abgerollten Quarz- und äusserst seltenen Feldspatkörnern von
0.6—1 mm Durchmesser, in einer feinstruierten Kieselschiefer masse eingebettet, die teilweise
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