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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0095 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 95 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

Individuen, die zuweilen eine Tendenz zur selbständigen Begrenzung aufweisen. Er besteht
aus Zwillingen nach dem Albit- und Karlsbadergesetz; gemessenes Maximum der zur Zwillings-
ebene symmetrischen Auslöschungsschiefe = 32°; demnach liegt ein Labradorit von der Zu-
sammensetzung Ab²An³ vor. — Der Pyroxen ist monoklin, klar und farblos, mit guten, dicht
gelegenen Spaltrissen nach (100), die den Winkel der kräftigen prismatischen Spaltrisse halbieren;
diallagähnlich. — Der Olivin ist gewöhnlich ganz frisch, zeigt nur selten eine beginnende Ser-
pentinisierung.

Eine volumetrische Bestimmung der relativen Menge der Bestandteile ergab folgende Werte:

Pyroxen . . . . . . . . 42 Volum-%,
Labradorit . . . . . . 33 » »
Olivin . . . . . . . . 22 » »
Magnetit . . . . . . . 3 » .

Anstehend auf dem Passe Penge-la, s.ö. von Schamsang, 1.2 Kilom. nördlich des Lagers
195, Tschärok.

523. Grauer, verwitterter Gabbro.
Identisch mit (522), aber stark umgewandelt durch Verwitterung. Kommt zusammen mit
(522) vor, und bildet allem Anschein nach die oberflächlichen Verwitterungspartien von diesem.

524, 525. Dunkelgrüner Pyroxenamphibolit (Tafel III, Fig. 5, 6).
Das Gestein besteht aus monoklinem und rhombischem Pyroxen, brauner Hornblende,
Plagioklas und Eisenerzen. — Der monokline Pyroxen ist schwach grün, nicht pleochroitisch
und kann als gewöhnlicher oder omphacitartiger Augit bezeichnet werden, dessen c:c in
Schnitten, die die stärkste Doppelbrechung zeigen, 40° erreicht. Die Individuen bilden unregel-
mässige, isodiametrische Körner, die zuweilen aus Zwillingen nach (100) bestehen. — Der rhom-
bische Pyroxen, ein Hypersthen, bildet Individuen von der Form der Augitkörner und ist oft
mit diesen verwachsen. Der Pleochroismus ist deutlich, wenn auch schwach; a = hellgrün,
b und c = schwach rötlich. — Die Hornblende bildet kleine Zungen im Augit und Hypersthen
oder Körner ungefähr von der Form der Pyroxene; offenbar ist wenigstens das allermeiste der
Hornblende durch Umwandlung des Pyroxens entstanden; a = gelb, b und c = dunkelbraun.
— Der Plagioklas, zuweilen stark verwittert, setzt sich aus Zwillingen nach dem Albitgesetz
zusammen und ist ein basischer Andesin oder ein Labradorit von der Zusammensetzung
Ab²An⁴. Gewöhnlich bildet er kurze Individuen, zuweilen lange Leisten; ab und zu sieht man
deutlich, dass die kurzen Individuen aus langen leistenförmigen hervorgegangen sind.
Die Struktur ist granoblastisch mit schwacher Andeutung der ursprünglichen Gabbro-
struktur; die Metamorphose fand in einer der unteren Tiefenstufen statt.
Anstehend in der Nähe, 1¹⁄₄ Kilom. südöstlich des Lagers 196, wo der Kubi-tsanpo den
Tschema-jundung und Marium-tschung aufnimmt.

526, 527. Grüner, lyditähnlicher Kieselschiefer.
Das Gestein, das mit (469) identisch zu sein scheint, besteht aus unregelmässigen, eckigen
Stücken, die durch Quarzadern verkittet werden.
Anstehend beim Lager 197, Umbo, hier eine sehr schöne Falte bildend, deren Achse in
S.O.—N.W. streicht.