国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0109 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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OCR読み取り結果
Bei (648) werden die Bestandteile durch ein feinkristallinisches Quarzaggregat verkittet, bei
(649) und (650) ist deren Zusammenfügung eine sehr lose.
Anstehend nahe der Brücke beim Kloster Tschiu-gumpa, horizontale Lagen bildend, die
diskordant den älteren Formationen der Gegend aufruhen. Diese horizontalen Formationen
haben folglich die Gebirgsfaltungen des Himalaya und Transhimalaya nicht mitgemacht, wie
z. B. so junge Ablagerungen wie die miocäne, und müssen also selber plio- oder pleistocän sein.
Sie gehören, ebenso wie die früher beschriebenen (603—606) und (625), der pleistocänen Ab-
lagerung mit Säugetierresten an, die nach STRACHEY, LYDEKKER, GRIESBACH u. a. m. als
mächtige, horizontale Lagen die mesozoischen und tertiären Formationen Hundés' bedecken.
651. Gelblicher, feinkristallinischer, schieferiger Kalkstein.
Identisch mit (640). Streicht, auf dem Kopf stehend, O. 30° S.—W. 30° N. »Im nordwest-
lichen Gebirgssattel nahe dem Kloster Tschiu-gumpa.»
652. Rötlicher Quarzit mit Sericitschüppchen.
Identisch mit (642) etc. Bildet den Klosterfelsen Tschiu-gumpa's und ist stark gefaltet.
653. 654. Grüne oder violette phyllitische Schiefer.
Das Gestein zeigt eine parallelepipedische Absonderung. Unter dem Mikroskope sieht man
die schieferige, feinschuppige Masse aus Quarzflitterchen, Glimmer- und Chloritschüppchen zu-
sammengesetzt. Die grüne Farbe wird vom Chloritgehalt, die braunviolette von Chlorit zu-
sammen mit rotbraunem Eisenoxydstaub bewirkt.
Anstehend in den höchstgelegenen Teilen des Patschentales, n.n.ö. von der nordöstlichen
Ecke des Manasarovar.
Was das Alter dieser stark metamorphosierten Schiefer betrifft, so liegt keine Möglichkeit
einer direkten Bestimmung vor. Von rein petrographischem Gesichtspunkt aus können diese
Schiefer, wie mir auch Herr Generalsuperintendent HAYDEN schreibt, zu der präkambrischen
Kongbu-Serie ebenso gut wie zu der eocänen Granit-Diabas-Peridotit-
Intrusionen metamorphosierten Schieferformation gerechnet werden. Andererseits spricht ihr
Vorkommen in der Nähe anderer, unzweifelhaft jurassischer Ablagerungen und in einer Gegend,
von welcher sonst keine paläozoische oder prä-paläozoischen Bildungen bekannt sind, für die
Annahme, dass sie dem Jurasystem zugehörig sind. Ich glaube aber kaum, dass die betref-
fenden Schiefer auch nur jurassisch sind. Sie stimmen nämlich sehr gut mit gewissen der jung-
cretaceischen von GRIESBACH und V. KRAFT aus Hundés und Kumaun beschriebenen »Flysch-
Formation zugehörigen, stark metamorphosierten Schiefern überein. Es ist also nicht unmöglich,
dass sie dem Kreidesystem zuzurechnen seien.
655. 656. Grüner, phyllitischer Schifer mit Quarzdrüsen.
Identisch mit (653). Anstehend im Patschental, »da wo der Elf gemessen wurde». Das
Fallen wird zu 21° gegen O. 5° N. und 24° gegen O. 10° N. angegeben.
657. Grünlicher Quarzschiefer.
Das Gestein besteht aus eckigen Bruchstücken von Quarz, Plagioklas und (selten) Ortho-
klas, in einer feinkristallinischen Grundmasse eingebettet. Die Grundmasse zeigt zuweilen eine
pilotaxitische oder mikrogrannitische Struktur; gewöhnlich ist sie mikrofelsitisch, durch sekundäre
Glimmer- und Chloritausscheidung stark verändert, und nimmt durch die Parallelanordnung
dieser schuppigen Mineralien eine schieferige Textur an. Die Schieferung schmiegt sich um
die grösseren Mineralfragmente herum, wodurch eine lentikulär schieferige Textur hervorgerufen
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