National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0113 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 113 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000263
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

tionsfeld z. B. mit dem des Kimberlithes von der Lion Hill-Grube¹ und sehr nahe mit dem
des Wehrlithes von Red Bluff² zusammenfällt. Sowohl sein z wie sein n scheidet jedoch
(686) von den beiden erwähnten Peridotiten.

Anstehend in einem kleinen Felsenhügel in der Nähe des Lagerortes 226, an der südöst-
lichen Ecke des Sees Rakas-tal, wo der Lherzolith nebst Diabas (688) und Granit (689) Gänge
im roten Radiolarienjaspis (690) bildet. Dieselbe Peridotitformation ist, wie hier oben angegeben
wurde, an mehreren Orten längs Doktor HEDIN's Route zwischen Schigatse und Rakas-tal,
z. B. (392), (538), (558—569), (501), angetroffen worden. Auch längs dem Südufer von Rakas-
tal sowie weiter nordwestlich in Hundés fand HEDIN mehrere Repräsentanten derselben ultra-
basischen Formation, die überdies schon früher durch die Untersuchungen von R. STRACHEY²
und GRIESBACH⁴ von verschiedenen Fundorten in Hundés bekannt waren. Weiter kennt man
schon seit lange diese Peridotite als Intrusionen in den tertiären Ergussgesteinen von Ladak.⁵
Die jurassischen Schiefer und Quartzite sind nach HAYDEN⁶ »full of basic intrusions, including
diabas at Drongtse and serpentine at Nupu-chöndzö (dieser Serpentin enthält grosse Einspreng-
linge von Bastit) . . . »a dyke of similar character was also noticed among the limestones re-
garded as of cretaceous age, between Trölung and Nyetang in the valley of Kyi-Chu. They are
therefore not older than upper Cretaceous and may be younger, possibly contemporaneous with the
basic intrusions which are found in the Tertiary volcanic series of Ladak and in the Palæozoic
beds of Spiti and Rupshu, and it further seems reasonable to unite these occurrences of basic
igneous rocks, as well as the dacites of the Tsangpo gravels, with the volcanic series of Malla
Johar in Kumaon and the neighbourhood of Manasarovar and Rakas-tal and to regard them
all as Tertiary (later eocene) in age.» — Leider war es bisher nicht möglich, das Alter des
radiolarienfübrenden Jaspis (690) mit Intrusionen von Peridotit und Granit genau festzustellen,
und also auch nicht das genaue Alter dieser Intrusivmassen auf Grund eigener Beobachtungen.
Alle die Verfasser, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben, sind jedoch betreffs der Alters-
bestimmung einig: die Peridotite sind spateocän.

687. Weissgelber Kalksinter.
An demselben Felsenhügel, aus dem (686) entnommen wurde.

688. Dunkler, mittelkörniger Hunnediabas (Taf. II, Fig. 5 und 6).
Das holokristallinische, ophitstruierte Gestein besteht aus Plagioklas, Augit (Hornblende)
und Magnetit.
Der Plagioklas, in lang leistenförmigen, wirr angeordneten Individuen von 0.55—1.90 mm
Länge und 0.15—0.45 mm Breite, setzt sich aus Zwillingen nach dem Albit- und Periklingesetz
zusammen. Gemessenes Maximum der zu M (010) symmetrischen Auslöschungsschiefe der
Zwillingslamelle = 33°; es sollte also ein Labradorit, Ab²An³, vorliegen. Die Plagioklasleisten
sind oft mit nadel- bis staubähnlichen Partikelchen impragniert in derselben Weise wie z. B. die
Plagioklase der Hyperitformation (der »schwarzen Granite«) Südschwedens. Man hat diese Im-
prägnationen als Titaneisenglimmer gedeutet, eine Deutung, die, in Anbetracht des relativ grossen
Titansäuregehaltes des tibetanischen Diabases (1.81 %), auch was dies Gestein betrifft, für sehr
möglich gehalten werden kann. — Der Augit erfüllt die Lücken zwischen den Plagioklasleisten.