National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0119 |
Southern Tibet : vol.5 |
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730. Graugrünes, sandsteinartiges Konglomerat.
Das Gestein besteht aus unregelmässig eckigen Bruchstücken von Quarz, Plagioklas und
Orthoklas, sowie von einem porphyrstruierten Gestein, in dessen pilotaxitischer, trachytischer
oder mikrogranitscher Grundmasse Einsprenglinge von Quarz und Plagioklas eingebettet lie-
gen. Dieses Porphyrgestein ähnelt in hohem Grad den Daciten, Dioritporphyriten etc., die
auf den höheren Niveaus im Transhimalaya sehr allgemein vorkommen. Zwischen diesen Be-
standteilen erscheint Kalkspat in grossen Kristallen, feinen Streifen oder Nestern, zusammen mit
chloritischen Substanzen. — Das Gestein, gebildet auf Kosten späteocäner Erguss- und Gang-
gesteine, ist folglich posteocan. Derselben Ablagerung zugehörig sind (708), (714—720) etc. —
Nach der Beschreibung von Doktor HEDIN zeigt der hohe, »heilige« Berg Kailas, dessen Gipfel
6 650 m u. d. M. liegt, eine deutliche Lagerung aus abwechselnden Konglomerat- und Sandstein-
bänken. Die hier beschriebenen posteocanën Sandsteine und Konglomerate stammen alle vom
Fuss des Kailas, und der ganze Berg scheint von solchen aufgebaut zu sein.
Anstehend an derselben Stelle wie (729).
731. Rotbrauner Kalkstein.
Feinkörniges, mit Eisenoxyd imprägniertes Kalkmehl, teilweise umkristallisiert zu helleren
Kalkspatindividuen.
Anstehend an derselben Lokalität wie (732).
732. Dunkelgrüner Serpentin.
Faseriger Serpentin, offenbar nach Olivin, enthaltend Reste von Bronzit; überdies noch
Picotit und Magnetit. Ursprünglich ein Lherzolith oder eine andere Peridotitvarieteät.
Anstehend bei einem Steinhaufen, östlich von Khaleb; fast senkrecht stehend, mit Streichen
W. 15° N.—O. 15° S.
733—735. Grüner Serpentin.
Ähnelt (732); unter den Pyroxenresten sieht man aber auch solche von monoklinem Augit;
folglich ein serpentinisierter Lherzolith.
Lose Blöcke östlich von Khaleb.
736. Milchweisser Quarz.
Unterst im Tal östlich von Khaleb.
737. Gelblich weisse Quarz-Kalkspat-Breccie.
Identisch mit (635) etc. Kommt zusammen mit (738) etc. vor.
738. 739. Gelber, feinkristallinischer, schieferiger Kalkstein.
Vollständig dasselbe Gestein wie das (631) etc. vom Westufer des Manasarovar beschrie-
bene. — »Bildet Massive im Nordufer des alten Flussbettes des Satledsch, wo der Kochtermo-
meter abgelesen wurde.« Das Fallen 12° gegen W. 17° N.
740. Gelber, feinkristallinischer, schieferiger Kalkstein.
Identisch mit (631), (738) etc. Anstehend gleich oberhalb des Kalksteins (738), bei drei-
fachem, rotem »Tjorten«. Das Fallen 9° gegen N.
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