国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0165 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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Kristallkörnern. Eine Zwischenstufe bildet die Mörtelstruktur mit grösseren Feldspatrelikten,
die in einigen Gesteinsvarietäten wahrzunehmen ist.
In einigen Fällen ist eine Kristallisationsschieferung stark ausgeprägt, und die Granite gehen
in parallelstreifige bis flasrige Gneissgranite über.
Zu dieser Varietät gehören: (262), (288—207), (299), (301), (303), (305), (307), (314), (316),
(301), (381), (382), (550), (582), (583), (585), (586), (709—712), (816), (837—843), (853), (855),
(856), (858), (859), (923), (940), (959), (995), (996), (1014), (1031), (1032), (1053—1055), (1062),
(1072—1076), (1078—1080).
b. Granitporphyre.
Graue bis gelblich rote, holokristallin-porphyrische Gesteine mit makroskopisch dichter
Grundmasse, in welcher Einsprenglinge von Orthoklas oder Plagioklas und Quarz sowie von
chloritischen Partien mit Eisenerzkörnern eingebettet liegen. Die Grundmasse bildet ein fein-
körnig holokristallinisches Aggregat hauptsächlich von Quarz und Orthoklas; die Quarzindi-
viduen zeigen oft eine scharfwinkelige Begrenzung und, zwischen gekreuzten Nicols, eine gleich-
zeitige Auslöschung innerhalb grosser Partien der Grundmasse, also eine Art Mikrogranitsstruktur,
zielend nach und übergehend in Granophyrstruktur.
Die Quarzeinsprenglinge zeigen die Form des Dihexaëders mit kurzem Prisma. Oft sind
sie abgeschmolzen und zeigen tiefe Einstülpungen der Grundmasse infolge von magmatischer
Resorption. Die mikroskopischen Einschlüsse sind zum Teil liquide, zum Teil glasige. Anstatt
eigentlicher Einsprenglinge treten oft Aggregate feiner Quarzkörner auf. Die Einsprenglinge
von Orthoklas sind oft durch Verwitterung bräunlich gefärbt; sehr selten sind sie glasklar.
Die Plagioklase sind gewöhnlich stark umgewandelt, so dass die optische Analyse derselben
sehr unsichere Resultate liefert; gegen die Orthoklase treten die Plagioklase immer an Menge
stark zurück. Die chloritischen Partien mit opaken Erzkörnern sind zuweilen deutlich auf
Kösten eines Biotites entstanden.
Zuweilen werden die Quarzeinsprenglinge so selten, dass das Gestein sich den Syenit-
porphyren zu nähern scheint.
Eine Probe (742), die zusammen mit holokristallinischem Granophyr vorkommt, zeigt eine
glasige, jetzt sphärolitische Grundmasse und dürfte eine glasige Grenzfacies eines Granitporphyrs
darstellen.
Auch diese Gesteine zeigen oft Spuren einer mechanischen Beeinflussung durch Pressung,
die sich besonders deutlich in der Zerquetschung (Zertrümmerung) der Quarzeinsprenglinge
kundgibt.
Zu den mikrogranitischen oder granophyrischen Granitporphyren gehören: (318), (743),
(803—805), (808), (823), (832), (833), (844), (845), (1049).
c. Aplitische und pegmatitische Gesteine.
1. Granitaplite.
Weisse bis weissgraue, feinkörnige Gesteine, die sich aus Mikroklin, Plagioklas und Quarz
sowie, in stark zurücktretender Menge, Muscovit zusammensetzen. Der Mikroklin zeigt die
charakteristische Gitterstruktur. Der Plagioklas, ein saurer Oligoklas, Ab⁴An¹, bildet dicke
Tafeln nach M (010) und ist häufig in feinschuppigen, farblosen Glimmer umgewandelt. Die
seltenen Muscovitindividuen sind lappig.
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