国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0173 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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ist oft von feinstem Erzstaub imprägniert. Es kommt nicht gerade selten vor, dass die Plagio-
klasleisten unter sich parallel angeordnet sind, wodurch eine zierliche Mikrofluktuationsstruktur
hervorgerufen worden ist. Die Plagioklase zeigen Zwillingslamellierung nach dem Albitgesetz
und die optischen Charaktere eines sauren Oligoklases. In einigen Fällen glaube ich auch eine
Einmischung von orthoklastischem Feldspat wahrgenommen zu haben.
Die Quarzeinsprenglinge, gewöhnlich von unregelmässiger Form, bilden zuweilen regel-
mässige Dihexaeder mit schmalem Prisma; unter den häufigeren Glaseinschlüssen sieht man auch
Flüssigkeitseinschlüsse mit beweglicher Libelle. In einigen Proben werden Quarzeinsprenglinge
ganz vermisst, in anderen kommen keine eigentliche Quarzeinsprenglinge vor, nur linsenförmig
ausgezogene Aggregate gequetschten Quarzes, welche vermutlich als ausgewalzte Quarzein-
sprenglinge zu deuten sind. — Die Plagioklaseinsprenglinge, Tafeln nach M (010) und zusammen-
gesetzt aus Zwillingen nach dem Albit- und Karlsbadergesetz, bestehen gewöhnlich aus Andesin
mit dem Kern basischer als die Hülle und sind folglich im grossen und ganzen basischer als
der Grundmassplagioklas. — Andere, seltene Feldspattafeln zeigen einheitlichen Bau und sind
als Orthoklas zu deuten, obwohl es bei vorgeschrittener Umwandlung nicht für jeden Spezial-
fall möglich ist zu sagen, ob ein Orthoklas oder ein Plagioklas vorliegt. — Die Hornblende
zeigt die Form kurzer, von Prisma und Pinakoid begrenzter Säulen; a = hellgelb, b und c =
braun oder a = grünlich gelb bis farblos, b = olivengrün, c = reingrün. — Die Biotittafeln zeigen
braune resp. gelbe Farben und sind oft in grünliche Chloritsubstanzen umgewandelt.
Die Quarzdioritporphyrite gehören offenbar zu derselben Familie der granitodioritischen
Gesteine wie die hier oben geschilderten Quarzbiotitamphiboldiorite und Hornblendegranite, die
rein porphyrartige Fazies derselben darstellend. Auch diese mehr gleichmässig körnigen Ge-
steine zeigen eine Vorliebe für porphyrartige Ausbildung, die jedoch erst mit der mikrokristal-
linischen Grundmasse der Quarzdioritporphyrite als reine Porphyrstruktur hervortritt. In ein-
zelnen Fällen kann es folglich schwer sein zu entscheiden, ob eine Probe den porphyrartigen
Quarzbiotidioriten oder den Quarzdioritporphyriten zuzurechnen ist. — Andererseits gehen
Quarzdioritporphyrite in Dacite etc. über. Auch in einer anderen Beziehung ist der Quarzdiorit-
porphyrit einer Veränderung unterworfen: der Quarz kann als Einsprenglinge ganz vermisst
werden und nur als Grundmassquarz vorhanden sein, d. h. der Quarzdioritporphyrit geht in
Dioritporphyrit über.
Zu den Quarzdioritporphyriten sind folgende Proben zu rechnen: (180), (189), (274), (280),
(284), (407), (457—460), (1072—1076), (1080).
Das Gestein kommt folglich, wie auch die Karte (Fig. 4) zeigt, sowohl im eigentlichen
Tibet, mitten in den Aptien-Kalksteinen und vermutlich dieselben durchsetzend, wie im Trans-
Himalaya vor.
c. Dacite.
1. Biotitdacite.
Gräuliche bis rotblonde, porphyrartige Gesteine, in deren mikrofelsitisch dichter, z. T. gla-
siger Grundmasse Einsprenglinge von Quarz, Feldspat und Biotit sowie, ausnahmsweise, Horn-
blende, Titanit, Apatit und Magnetit eingebettet liegen.
Die Grundmasse ist entweder holokristallinisch, mikrofelsitisch mit grobkörnigen Partien,
die aus Oligoklasleistchen, Quarz und Chlorit bestehen, oder glasig mit feinen Trichiten und
Mikrolithen oder sphärolithisch aus kleinen, kugeligen, radialstrahligen Sphärolithen bestehend.
Durch die Anhäufung eines gelbbraunen Pigmentes zu schlierenartigen Partien sowie durch die
subparallele Anordnung der Trichite und Mikrolithe der Grundmasse wird oft eine schöne
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