National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0178 |
Southern Tibet : vol.5 |
Citation Information
OCR Text
Die Grundmasse setzt sich aus einem isotropen Glasteig mit leistenförmigen Mikrolithen
von saurem *Oligoklas* und Körnchen von *Eisenerz* zusammen.
Die *Plagioklas*einsprenglinge bilden dünne Tafeln nach *M* (010), zusammengesetzt aus
Zwillingen nach dem Albit- und Periklingesetz und oft zonaren Bau zeigend, der Kern mehr
basisch, Ab³An⁴, die Hülle mehr sauer, Ab¹An². — Der *Biotit* bildet stark braune, regelmässig
begrenzte Tafeln.
Zu dieser Gesteinsvarietät rechne ich **(773)**, **(770)**, **(797)**. Das Gestein kommt im bongtho-
lischen Transhimalaya zusammen mit Daciten und Augitandesiten vor.
2. **Augitandesite**.
Graue bis dunkelbraune, porphyrartige Gesteine, deren glasige oder dichte Grundmasse Ein-
sprenglinge von *Plagioklas*, *Augit* und *Eisenerz* umschliesst.
Die Grundmasse ist zuweilen holokristallinisch, feinkornig, zusammengesetzt aus langen,
schmalen *Andesin*leisten, die im grossen und ganzen eine Fluidalstruktur zeigen; in den Zwischen-
räumen erscheinen Körnchen von farblosem *Augit* und *Erz* oder *chloritische* Aggregate. In
anderen Fällen besteht die Grundmasse aus einem isotropen, von dicht angehäuften Trichiten
schwach braun gefärbten Glas mit leistenförmigen *Andesin*- und *Augit*mikrolithen.
Die *Plagioklas*einsprenglinge, tafelförmig nach *M* (010), zeigen sehr oft zonaren Bau, der
Kern basischer als die Hülle, diese ein basischer *Andesin*, jener ein *Bytownit*. Der Plagioklas
ist oft ganz oder zum Teil in *Epidot* und *Calcit*, sowie in hellgrünen *Chlorit* umgewandelt. —
Die *Augit*einsprenglinge bilden kurze, achtseitige Säulen, deren *c* : *c* = 39°, und die oft Zwillinge
nach (100) zeigen. Der Augit ist oft ganz oder teilweise in grüne, *chloritische* Massen oder
schmutzig grüne, faserige Aggregate umgewandelt.
Zu den Augitandesiten gehören: **(242)**, **(774)**, **(779—781)**, **(799—802)**, **(806)**, **(807)**, **(809—814)**,
**(817)**, **(818)**. Diese Stufen stammen zum allergrössten Teil aus dem bongtholischen Trans-
himalaya. **(242)**, etwas saurer als die übrigen, ist im östlichen Transhimalaya zusammen mit
den hier herrschenden Daciten anstehend angetroffen worden.
3. **Augitbiotitandesite**.
Rote oder graue, zuweilen schlackige Gesteine, in deren glasiger oder feinkristallinischer
Grundmasse Einsprenglinge von *Augit* und *Biotit* sowie, vereinzelt, *Plagioklas* und *Hornblende*
eingebettet liegen.
Die Grundmasse besteht zuweilen aus einem braunen bis roten Glas mit feinen opaken
Trichiten und *Plagioklas*nädelchen in deutlich fluidaler Anordnung und mit unregelmässigen
oder gewöhnlich ovalen Poren, deren längste Achse dieselbe gegenseitige Richtung einhält. Bei
anderen Varietäten scheint die Grundmasse holokristallinisch zu sein, zusammengesetzt aus
*Andesin*leistchen, *Augit*mikrolithen und opakem *Erz*staub, zuweilen in wirrer, zuweilen in flui-
daler Anordnung.
Die *Augit*-, *Biotit*- und *Plagioklas*einsprenglinge sind von derselben Form und demselben
Aussehen wie bei den Augit- resp. Biotitandesiten, nur dass der Plagioklas in den Augitbiotit-
andesiten seltener ist und in mehreren Varietäten ganz vermisst wird. In einigen Proben tritt
ausser den erwähnten Einsprenglingen auch solche von *Hornblende* auf als kurze Säulen mit
*a* = hellgelb, *b* und *c* = braun. In einem Falle **(1040)** sieht man kleine Einsprenglinge von
der bekannten Form des *Olivins*, die eine starke Licht- und Doppelbrechung zeigen.
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
18
.
.
.
.
|
.
.
.
.
28
.
.
.
.
|
.
.
.
.
38
.
.
.
.
|
.
.
.
.
48
.
.
.
.
|
.
.
.
.
58
.
.
.
.
|
.
.
.
.
68
.
.
.
.
|
.
.
.
.
78
.
.
.
.
|
.
.
.
.
88
.
.
.
.
|
.
.
.
.
98
.
.
.
.
|
.
.
.
.
108
.
.
.
.
|
.
.
.
.
118
.
.
.
.
|
.
.
.
.
128
.
.
.
.
|
.
.
.
.
138
.
.
.
.
|
.
.
.
.
148
.
.
.
.
|
.
.
.
.
158
.
.
.
.
|
.
.
.
.
168
.
.
.
.
|
.
.
176
177
178
179
180
.
.
|
.
.
.
.
188
.
.
.
.
|
.
.
.
.
198
.
.
.
.
|
.
.
.
.
208
.
.
.
.
|
.
.
.
.
218
.
.
.
.
|
.
.
.
.
228
.
.
.
.
|
.
.
.
.
243
.
.
.
.
|
.
.
.
.
263
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
288
Copyright (C) 2003-2019
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.