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0180 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 180 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000263
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C. Basalte.

Dunkelgraue bis schwarze Gesteine mit dichtem Gefüge. Auf den matten Bruchflächen
treten nur vereinzelt etwas grössere Kristalleinsprenglinge hervor.

Die Gesteinsmasse ist gewöhnlich kristallinisch körnig, bestehend aus zwillingslamelliertem
Labradorit als Leisten und Tafeln. Zwischen den Labradoritindividuen liegen entweder kleine,
selbständig und oft regelmässig begrenzte Körner von farblosem Augit und titanhaltigem
Magnetit, oder aus Augit und dessen Umwandlungsprodukten bestehende Zwischenmassen.
Die Plagioklasleisten liegen wirr durch einander oder in subparalleler Anordnung, eine Ophit-
oder Mikrofluktuationsstruktur hervorrufend.

In anderen Varietäten werden die Lücken zwischen den Labradoriten oder zwischen den
Labradorit- und Augitkristallen von einer winzigste Magnetit- und Plagioklasmikrolithe hegenden
Glasmasse oder deren chloritischen Umwandlungsprodukten eingenommen.

Eine andere Basaltvarietät zeigt porphyrartige Struktur, eine bräunlich graue, isotrope Grund-
masse mit Einsprenglingen von farblosem oder schwach braunem Augit, brauner, basaltischer
Hornblende, Olivin, Plagioklas und Eisenerz.

Zu den Basalten rechne ich: (83), (758), (782), (826), (828), (978), (998), (999), (1036). Die
zuerst erwähnte Probe stammt aus der Gegend westlich vom Bongthol zwischen Kuen-lun
und Karakorum; die übrigen aus dem Transhimalaya (Bongthol, Surla, Laptschung-schuru, süd-
lich von Kantschung-gangri etc.).

Die chemische Zusammensetzung der Diabase und Basalte des Transhimalaya geht aus den
hier oben (S. 102 und 113) angeführten Analysen hervor. Aus diesen Analysen können folgende
Projektionswerte (Osann) berechnet werden:

s A C F a c f n
(688) . . . . 56.14 3.07 6.09 25.54 2 3.5 14.5 9.11; f > c > a
(782) . . . . 54.64 4.02 7.40 22.52 2.5 4.5 13 8.82; f > c > a.

Im Projektionsdreieck (S. 156, Fig. 2) fallen die Analysenorte dieser Gesteine mit denjenigen
des Olivingabbros vom Sulitelma, des Norites von Ivrea, des Melaphyres von Mendola, des
Diabases von Bachtenbeck, des Olivintholeïtes von Höringen, des Hunnediabases von Whinsill,
des Åsbydiabases von Kauttua etc. zusammen und stellen ohne Zweifel die intrusiven resp.
effusiven Äquivalente eines Gabbromagmas her, obwohl ihre relativ hohe s eine nahe Verwandt-
schaft mit augitdioritischen Magmen angibt. Die Kalknatronfeldspatgesteine des Transhimalaya
nehmen eine Zwischenstellung ein zwischen den dioritischen-andesitischen nach der einen und
den feldspatfreien Peridotiten und Pyroxeniten nach der anderen Seite, mit zahlreichen Über-
gangsgliedern zu den zuerst genannten. Es ist folglich sehr oft eine rein subjektive Geschmacks-
sache, ob man gewisse Gesteinsvarietäten den Dioriten oder den Gabbros zurechnen will. Da-
gegen kenne ich aus dem Transhimalaya keine Varietäten, die den Übergang zwischen den
Kalknatronfeldspatgesteinen und den erwähnten feldspatfreien vermitteln.