National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0201 |
Southern Tibet : vol.5 |
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9. Von Gartok im WSW. bis zum Lager 240 im ONO. (Fig. 15).
Nur in den niedrigeren, weitest gegen ONO. gelegenen Teilen kommen präeruptive,
d. h. präeocäne Ablagerungen zum Vorschein, sowohl jurassische bis cretaceische Quarzite und
phyllitische Tonschiefer, (793), (790), als auch kristallinische Kalksteine mutmasslich cretaceischen
Alters (792). Sonst wird die ganze Strecke von andesitischen und dacitischen Laven und deren
Tuffen, (798), (827), oder von Gängen aus Diabas (826, 828), schriftgranitischem Pegmatit (831),
Granitporphyr (803—805), (832), und porphyrischem Biotit- oder Biotithornblendegranit
(Quarzbiotitdiorit) (835—843) eingenommen. Nur am Südabhang des Transhimalaya gegen
das Gartok-Tal sind Granite entblösst worden. Der tiefeste Erosionseinschnitt in die späteocänen
Eruptivformation fand, wie aus dem schon Gesagten hervorgehen dürfte, in den südlichsten
Randpartien des Transhimalaya statt. Auf den inneren, oberen Teilen der Gebirgsketten liegen
noch die oberflächlichen Partien der Formation, glasig-schlackige Laven und subaëre Tuffe,
unverzehrt da.
Die beiden Profile (Fig. 14 und 15) stimmen sehr gut mit einander über ein und beweisen,
dass die ganzen zwischen denselben liegenden Teile des Transhimalaya, Singtod und Bongthol,
aus ausgedehnten Lavenfeldern, zum grössten Teil Andesiten und Daciten mit ihren Tuffen,
gebildet sind.
10. Vom Nganglaring-tso über den Sur-la bis zum Tarok-tso (Fig. 16).
Dieses Profil geht quer über die Höhenzüge der Lunkar- und Surla-Kette. Von Sediment-
gesteinen tritt ein kristallinischer Kalkstein am Nganglaring-tso auf, während die Passhöhe
Lunkar-la von quarzitischen Sandsteinen und dunklen Quarzschiefern gebildet worden ist. Das
Alter dieser Gesteine habe ich nicht bestimmen können, obwohl man vermuten könnte, dass
der Kalkstein cretaceischen, die übrigen jungtertiären Alters sind.
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