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0202 Southern Tibet : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / Page 202 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000263
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11. Vom Lager 169 am Brahmaputra bis zum Tong-tso im N. (Fig. 17).

Dieses Profil folgt beinahe in seiner ganzen Streckung tiefen Flusseinschnitten wie den-
jenigen des Tschaktak-tsangpo, Buptsang-tsangpo, Sangtscheu-tsangpo oder deren Nebenflüsse
und stellt infolgedessen eher den inneren Bau des Transhimalaya als die oberflächliche Struktur
und Zusammensetzung desselben dar. Hieraus erklärt sich, dass dieses Profil ein ganz anderes
Bild zeigen muss als z. B. die in den Fig. 14 und 15 wiedergegebenen Profile, die sich wenig-
stens teilweise über die Gipfel und Hochebenen des genannten Gebirges hinaus erstrecken.
Das Profil zeigt, dass der tiefere Untergrund des Transhimalaya vom Brahmaputra-Tal bis
zum Passe Tschaklam-la aus stark gefalteten, phyllitischen Tonschiefern und quarzitischen Sand-
steinen besteht, welch letztere oft so stark kalkhaltig werden, dass sie den Namen sandige
Kalksteine oder Kalkschiefer verdienen könnten. Die ganze, metamorphe Serie ist ganz fossi-
lienfrei. Sie ist von späteocänen Eruptivgänge durchsetzt und wird auf anderen Lokalitäten
(Fig. 11) von Aptien-Kalkstein überlagert, dazu kommt, dass sie petrographisch mit Juraablage-
rungen im östlichen Himalaya vollständig identisch ist. Ich bezeichne daher die betreffende
Gesteinsserie als jurassisch, obwohl es natürlich nicht ausgeschlossen ist, dass gewisse Teile
derselben den ältesten Abschnitten des Kreidesystems (Neokom) angehören können.