National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0214 |
Southern Tibet : vol.5 |
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nicht durchführen lässt. GRIESBACH nimmt jedoch an, dass dieser Kalkstein die obere Kreide
repräsentiert. »The Chikkim limestone is further on followed by some 300' to 400' of a singular
rock. — This is a densely hard, dark and purple silicious rock, with some layers of what ap-
pears like highly altered clay, shales and talcose shists. Whit it appears a dark basaltic rock,
and the whole is greatly disturbed. But nevertheless what bedding is left is seen to be con-
formable to the upper cretaceous limestone. Fortunately after a long search I found some
strongly contacted specimens of Nummulites in a calcareous portion of the altered rock, which
I believe to will be found to correspond to the Nummulitic zone described by STOLICZKA from
the Upper Indus, altered by a posteocene eruptive rock; the latter must be the basaltic trap,
which disturbs the formation, and I believe the albite granite and syenite, which has played
such an extensive rôle amongst the younger rocks of the Himalayas aud the Perso-Afghan
ranges, may be of nearly the same period.»
Die Kreide von Malla Johar in der Provinz Kumaon enthält ¹ nur unbeträchtliche Ein-
mischungen von Kalksteinen und ist fast ausschliesslich aus Sandstein und Schiefer zusammen-
gesetzt. Die ganze Serie, die ihrer Ähnlichkeit mit dem europäischen Flysch wegen eben
den Namen Flysch erhalten hat, gehört ihrer ganzen Mächtigkeit nach dem Kreidesystem an
und ist älter als die »eocäne Trapformation des Indus-Tales«.
Im östlichen Himalaya, in der Nähe von Kampa dzong, folgt auf die sandigen bis tonigen
Jurasedimente ein fossilfreier, schieferiger Kalkstein, der nach HAYDEN ² den Neocom und
Gault repräsentieren soll. Auf diesem Kalkstein ruhen Schiefer und Kalksteine mit Fossilien,
die die Zugehörigkeit dieser Ablagerungen zum Cenoman, Turon und Senon beweisen. Auf
diese folgt in konkordanter Lagerung ein Sandstein, der nach den Vermutungen HAYDEN's
während der Danienzeit abgelagert wurde. Dieser Sandstein wird von fossilführenden tertiären
Kalksteinen und Schiefern überlagert.
Aus dem eben Gesagten geht hervor, dass die lithologischen Charaktere der Kreideschich-
ten in Südwesttibet näher mit denen im westlichen und centralen als im östlichen Himalaya
übereinstimmen. Während im östlichen Himalaya der Neocom und Gault aus Kalksteinen be-
steht, setzt sich der Neocom von Hundés, Kumaon und Südwesttibet aus sandigen und tonigen
Lagen und der Gault in Südwesttibet aus hellen Kalksteinen zusammen. Der Cenoman des
östlichen Himalaya besteht aus Schiefer, derselbe Horizont Südwesttibets aus hellem Rudisten-
kalkstein; was in Hundés und Kumaon dem Gault und Cenoman des Südwesttibet entspricht,
ist nicht in Einzelheiten festzustellen. Soviel wissen wir jedoch, dass der Chikkimkalkstein des
Himalaya wenigstens teilweise ein Seitenstück zu dem Gault-Cenomankalkstein in Südwesttibet
bildet.
Es sollte dann erwartet werden, dass eventuell in Südwesttibet vorhandene Turon-Senon-
bildungen petrographisch mit dem »Flysch« von Hundés und Kumaon übereinstimmen sollten.
Das ist jedoch nicht der Fall. Die auf dem cenomanen Rudistenkalkstein des Aksai-tsching
auflagerenden Sandsteine ähneln petrographisch gar nicht dem jungcretaceischen »Flysch« aus
Hundés, wie GRIESBACH diesen beschrieben hat. Dazu kommt, dass diese Sandsteine auf
Kosten von Turmalingraniten und anderen eocänen Eruptivgesteinen entstanden sind und
demnach selbst postgranitisch, d. h. posteocän, sind.
Man kann demnach anzunehmen wagen, dass, was es von posteenomaner Kreide früher in
Südwesttibet eventuell gab, nunmehr den erodierenden Kräften zum Opfer gefallen ist.
Die einzigen Bildungen, die in dem von Dr. HEDIN untersuchten Gebiete als Repräsen-
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