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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0173 |
Southern Tibet : vol.8 |
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selbständige Quellen wie Ssŭ-ma Ch'ien und gewisse Oden im Shih-ching, dem Buch der
Lieder, ergänzt oder bestätigt werden.
Dabei ist es sicherlich kein Zufall, daß sowohl die Bambus-Annalen wie auch das
Yü-kung mit besonderer Vorliebe auf die Heimat des großen Chou-Fürsten Wen-wang
eingehen. Während der König selbst in seinen sinnlichen Leidenschaften und seiner Ver-
schwendungssucht die Regierungsgeschäfte und, was das schlimmste war, die Staats-
opfer vernachlässigte, war der »Lehnsfürst im Westen«, der seit dessen Regierungsantritt
(1161 v. Chr.) einer seiner Palastfürsten war, um das Wohl des Staates in jeder Weise
besorgt. Um ihn sammelten sich bald die meisten anderen Fürsten und Großen des Reiches.
Zu seinem Gefolge mag darum auch der Chronist der Bambus-Annalen gehört haben, zumal
er vom Jahre 1132 an fast jedesmal den »Lehnsfürsten im Westen« in den Mittelpunkt der
kurzdatierten Ereignisse stellt. Besonders eingehend wird er, als dieser aus der Gefangen-
schaft, in der ihn sein König auf Anstiften des neidischen Fürsten von Ch'ung fünf Jahre
lang festgehalten hatte, im Triumph in seine Heimatstadt zurückkehrte. Von da an mehren
sich auch die Anklänge an die Angaben über die Provinz Yung in ganz auffälliger Weise.
Zunächst wollen wir die wichtigsten historischen Nachrichten aufeinander folgen lassen:
Bambus-Annalen. Ssŭ-ma Ch'ien.
[Shu-ching, Shih-ching.]
»Im 31. Jahre (der Regierung von Ti-hsin, 1132 Buch XXXI: »Als Ch'ang, ‚Lehnsfürst im Westen'
v. Chr.) begann der ‚Fürst des Westens' in Pi¹ (aus dem Hause) Chou, (der Gefangenschait in)
Truppen heranzubilden, indem Lü-shang Ober- You-li entronnen und zurückgekehrt war, machte er
befehlshaber war.« mit Lü-shang heimlich Pläne, mit was für Mitteln
er die Tugend ausüben könnte, um die Herrschaft
der Shang zu stürzen. Dieses Unternehmen er-
forderte eine große militärische Macht usw.«
»Im 32. Jahre (1131) . . . fielen die Leute von B. IV: »Im folgenden Jahr schlug er (die Leute
Mi in Yüan ein.² Der ‚Lehnsfürst im Westen' von) Mi-hsü.«
führte ein Heer heran nnd schlug die Mi.« [Shih III 1 VII 5, 6: Einfall der Mi in Yüan bis
nach Kung, ihre Besiegung durch Wen-wang.]
»Im 33. Jahre (1130) ergaben sich die Leute
von Mi dem Heere von Chou; darauf wurden sie
nach Ch'eng³ versetzt. Der König verlieh dem
‚Lehnsfürsten im Westen' die Macht, nach eigenem
Belieben zu strafen und Krieg zu führen.«
»Im 34. Jahre (1129) eroberte das Heer von B. IV: »Im folgenden Jahr war er Sieger über
Chou die Länder Ch'i⁴ und Yü⁵; das Land Ch'i⁴ [Shu III 10, 1].«
darauf griff es Ch'ung⁶ an, das sich ergab. Im B. IV: »Im folgenden Jahr triumphierte er über
Winter, im 12. Monat, fielen die Kun-Barbaren Yü.
in Chou ein (s. oben S. 132).« [Shih III 1 VII 7, 8: Erstürmung der Mauern von
Ch'ung⁶. III 1 X 2: »Als er geworfen hatte Ts'ung,
da baut er sich die Stadt in Fung? (v. Strauss).«]
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