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0222 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 222 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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Le territoire s'étendit à l'est jusqu'à la mer et atteignit le *Tch'ao-sien*¹; à l'ouest il s'étendit jusqu'au *Lin-t'ao* et au *K'iang-tchong*²; au sud il s'étendit jusqu'au pays où les portes sont tournées vers le nord³; au nord il s'appuya sur le *Ho* qui lui constituait une barrière⁴, longea le *Yin-chan*⁵ et arriva jusqu'au *Leao-tong*.⁶

In gewissem Sinne gehören hierher auch die stolzen Worte auf der berühmten Stein-
inschrift vom *T'ai-shan*, wo der Kaiser im Jahre 219 v. Chr. unter anderem folgendes
verkünden läßt⁷:

Tout ce qui est compris dans les six directions⁸ — est la terre du souverain empereur;
A l'ouest il a traversé les *sables mouvants*⁹; — au sud, il a été jusqu'à l'extrémité du *Pei-hou*¹⁰;
A l'est, il possède la *mer orientale*; — au nord, il a dépassé le *Ta-hia*.¹¹

Es fragt sich nur noch, wie groß man sich damals das Erdquadrat vorgestellt hat.
Obgleich hierüber nichts überliefert ist, so dürfen wir doch aus dem Zusammenhang
schließen, daß man an den Maßen der *Chou-Karte* festgehalten hat, wonach jede Seite
10000 *li* lang war.

b) Die westlichen Grenzbezirke am Huang-ho. Wenn wir uns von der Dar-
stellung der westlichen Gegenden ein ungefähres Bild machen wollen, so sind wir hier nur
auf historische Berichte angewiesen.

Beginnen wir mit den Gegenden am *Huang-ho*. Soviel ergibt zunächst ein Vergleich
mit der *Chou-Karte*, daß das Reichsgebiet hier inzwischen bedeutend gewachsen ist. Während
ehemals das westliche Grenzgebiet nicht über das Tal des *Wei* und seiner Zuflüsse hinaus-
reichte, ist es jetzt von dort weiter nach Norden und Westen verlegt.

Das untere *Wei-Tal* wird durch den 36. Bezirk gebildet, den die Residenzstadt
*Hsien-yang* 咸 陽 (bei Hsi-an-fu). Von den eigentlichen Grenzbezirken nimmt *Shang* 上 die
Westseite des *Huang-ho* und die Ostseite des *Lo-ho* ein, indem es von da an weit ins Ordos-
land hineinreicht; gerade dieser nördliche Teil ist ein Neuland, das gegen die Barbaren
bereits im Jahre 361 v. Chr. einen Grenzwall erhalten hat, dessen Überreste noch heute
stehen (s. oben S. 137). Westlich an Shang und nördlich an den Residenzbezirk schließt
sich der zweite Grenzbezirk an, der sich bis zum Nordbogen des Huang-ho erstreckt und
*Pei-ti* (Nordland 北 地) heißt. Im Zeitalter WEN-WANGS hat ein südlicher Teil als Gebiet des
*Weichwassers* und der Oase *Ho-li* bereits unter chinesischem Einfluß gestanden (s. oben S. 123),
aber unter den *Chou* ist er — und zwar endgültig seit 770 v. Chr. — an die *Jung* (West-
barbaren) verlorengegangen, bis ihn am Ende des 4. vorchristlichen Jahrhunderts die
Fürsten von *Ch'in* zurückgewannen. Ihren Einfluß wußten sie sogar den *Huang-ho* abwärts