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0226 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 226 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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auch ein großartiges Kunstwerk mit, welches Himmel und Erde versinnbildlichen sollte.
Ssŭ-ma Ch'ien beschreibt es mit folgenden Worten¹:

On fit avec de mercure les cent cours d'eau, le Kiang, le Ho, et la vaste mer; des machines
le faisaient couler et le transmettaient les unes aux autres. En haut étaient tous les signes du ciel, en
bas toute la disposition géographique.

Mit diesen Worten ersteht vor unseren Augen in großartiger Ausführung das alt-
chinesische Weltbild: als Halbkugel das Himmelsgewölbe mit seinen verschiedenen Ge-
stirnen, darunter als Viereck die von den vier Meeren umgebene Erde; diese wiederum gibt
uns ein plastisches Bild von den Bergen und den Flüssen, die mit Quecksilber angefüllt,
langsam ins weite Meer hinabfließen; unter ihnen erregen unsere besondere Aufmerksamkeit
der (Huang-)Ho und der (Yangtse-)Chiang, die in dem fernen Westen ihren Ursprung
haben. In der Tat sehen wir hier den ersten kühnen Versuch, das Antlitz der bekannten
Erde mit seinen verschiedenen Formen wiederzugeben; in gewissem Sinne ist es die älteste
Reliefkarte der Welt.

Zugleich wird uns von neuem bestätigt, daß sich die wirklichen Kenntnisse vom
Westen kaum über die damalige Reichsgrenze ausgedehnt haben; denn wir sehen, wie
hier das Reichsgebiet und die von den vier Meeren umgebene Erde fast zu einem einzigen
Begriff verschmelzen. Der Glaube, daß dem Sohne des Himmels die ganze Menschenwelt
untertan sei, hat in jener Totengabe vielleicht seinen höchsten Triumph gefeiert.