National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0227 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 227 (Grayscale High Resolution Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000263
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

VI. KAPITEL.

DIE HAN-KARTE.

1. DIE ÄLTERE REICHSKARTE.

a) Allgemeines. Das Zeitalter der älteren Han-Dynastie (206 v. — 24 n. Chr.) ist
infolge der unverhofften Entdeckungen unbekannter Länder im Westen für die chinesische
Kartographie in jeder Weise fruchtbringend gewesen; immer mehr machte sich das Be-
dürfnis geltend, die Heimat und die fremden Länder durch neue Karten zur Darstellung
zu bringen.¹ Man begnügte sich nicht mehr mit der Herstellung von Holztafeln, sondern
ging nunmehr auch dazu über, auf Seide zu zeichnen, besonders wenn es sich um größere
Flächen handelte. Solche seidenen Karten waren allerdings kostspieliger, aber dafür leichter
und handlicher und konnten bequemer auf Reisen mitgenommen werden.²

Dieser technische Fortschritt muß sich vor allem bei der Reichskarte geltend gemacht
haben. Als beim Sturz der Ch'in-Dynastie ihre Residenz geplündert wurde (207 v. Chr.),
da war es Hsiao Ho 蕭 何, welcher außer anderen amtlichen Urkunden die einzelnen Teile
der Ch'in-Karte rettete, deren Benutzung den ersten Han-Kaisern bei ihren militärischen
Unternehmungen große Vorteile brachte. Dieselbe Karte mag es auch gewesen sein,