National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0240 |
Southern Tibet : vol.8 |
Citation Information
OCR Text
Seine wahrheitsgetreuen Berichte über eine weitausgedehnte Kulturwelt jenseits der alten
Reichsgrenze standen in solchem Widerspruch mit den althergebrachten Anschauungen,
daß es nur unter großen Zugeständnissen möglich wurde, die neuen Entdeckungen in das
altchinesische Kartenbild einzufügen.
Während bisher auf die ethnographischen Schilderungen des chinesischen Reisenden
das Hauptgewicht gelegt ist, sollen uns hier einige seiner geographischen Angaben be-
schäftigen; sie werden uns zeigen, daß sie nur im Rahmen einer Art Landkarte verstanden
werden können. Wir werden dabei sehen, daß Chang Ch'ien wiederholt an alte Karten
von China anknüpft, sonst aber völlig neue Ideen in die chinesische Kartographie hineinträgt.
b) Anlehnung an ältere chinesische Karten. Inwieweit Chang Ch'ien dem alt-
chinesischen Kartenbilde gefolgt ist, dafür sind einige seiner Angaben besonders charak-
teristisch. Als er bei den K'ang-chü am Jaxartes weilte, machte er sich über ein 2000 li
weiter nördlich wohnende Volk, die Yen-ts'ai (Am-ts'ai, Aorsen)¹ folgende Aufzeichnungen:
Die Yen-ts'ai wohnen an einem großen See; da gibt es keine Bergabhänge, das ist sicherlich
das Nordmeer; so nennt man es.
Als dann Chang Ch'ien die Yüeh-chih und die Ta-hsia am Oxus aufsuchte, wurden
ihm als Bewohner des fernsten Westens nicht nur die An-hsi (Arsak, Parthien), sondern
darüber hinaus noch die T'iao-chih (Tažiɣ, am Persischen Golf)² genannt:
Die T'iao-chih sind einige 1000 li westlich von An-hsi . . . sie grenzen an das Westmeer.
Chang Ch'ien war also der Ansicht, daß ihn seine Entdeckungsreise bis in die Nähe
des Nordmeeres und des Westmeeres geführt habe, durch welche das chinesische Erd-
viereck begrenzt wurde.
Noch deutlicher erinnert an das altchinesische Kartenbild, was Chang Ch'ien als
besondere Merkwürdigkeit über T'iao-chih zu sagen weiß:
Obgleich den alten Leuten in An-hsi überliefert ist, daß das Weichwasser (Jo-shui) und Hsi-
wang-mu in T'iao-chih sind, so haben sie dieselben doch nicht gesehen.
Eine höchst seltsame Bemerkung, die unsere Kommentatoren in große Verlegenheit
gebracht hat.³ Wenn wir uns aber erinnern, daß auf der altchinesischen Erdkarte die
Küstengegenden des unbekannten Westmeeres allerlei Namen aus älterer und jüngerer Zeit
ausfüllten, wie Jo-shui, Liu-sha, Hsi-wang-mu, Ta-hsia usw., dann wird uns allmählich klar,
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
17
.
.
.
.
|
.
.
.
.
28
.
.
.
.
|
.
.
.
.
38
.
.
.
.
|
.
.
.
.
48
.
.
.
.
|
.
.
.
.
59
.
.
.
.
|
.
.
.
.
69
.
.
.
.
|
.
.
.
.
80
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
122
.
.
.
.
|
.
.
.
.
132
.
.
.
.
|
.
.
.
.
142
.
.
.
.
|
.
.
.
.
152
.
.
.
.
|
.
.
.
.
162
.
.
.
.
|
.
.
.
.
173
.
.
.
.
|
.
.
.
.
183
.
.
.
.
|
.
.
.
.
193
.
.
.
.
|
.
.
.
.
203
.
.
.
.
|
.
.
.
.
213
.
.
.
.
|
.
.
.
.
223
.
.
.
.
|
.
.
.
.
233
.
.
.
.
238
239
240
241
242
243
.
.
.
.
|
.
.
.
.
254
.
.
.
.
|
.
.
.
.
264
.
.
.
.
|
.
.
.
.
275
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
298
.
.
.
.
|
.
.
.
.
308
.
.
.
.
|
.
.
.
.
319
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
346
.
.
.
.
|
.
.
.
.
357
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
428
.
.
.
.
|
.
.
.
.
438
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
485
.
.
.
.
|
.
.
.
.
496
.
.
.
.
|
.
.
.
.
508
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
530
.
.
.
.
|
.
.
.
.
545
.
.
.
.
|
.
.
.
.
555
.
.
.
.
|
.
.
.
.
565
.
.
.
.
|
.
582
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.