National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0293 |
Southern Tibet : vol.8 |
Citation Information
OCR Text
auf der Karte wieder. Sie erstrecken sich von Shan-shan (am Lop-nor) im Osten bis
K'ang-chü (Tashkent-Sogdiana), An-hsi (Parthien) und Chi-pin (Gandhāra) im Westen. Be-
sonders bemerkenswert ist, was über Yü-t'ien (Khotan) in Verbindung mit dem uralten
Tributvolke Kun-lun gesagt wird. Zunächst wird aus den Annalen wiederholt (s. oben
S. 9), daß der Kaiser Wu das Quellgebiet des Khotan-darya K'un-lun benannt habe; mit
Rücksicht auf das Yü-kung wird aber der — für uns irrtümliche — Zusatz gemacht, das
Land der alten Kun-lun befinde sich am Fuße dieses Gebirges.
Was die Position der einzelnen Örtlichkeiten betrifft, so ist der Kartenzeichner den
alten Angaben über ihre gegenseitige Lage meistens richtig gefolgt; nur Yü-t'ien (Khotan)
hat er zu weit nach Westen, P'i-shan (Kiliang-Guma) zu weit nach Süden gesetzt. Ganz
unzuverlässig ist dagegen die Darstellung, wenn wir die gegenseitigen Entfernungen nach-
prüfen; hier scheinen die Distanzangaben der Han-Annalen fast nirgends kartographisch
verwertet zu sein.
Von diesen Mängeln abgesehen, sind die Westländer in ihrer Gesamtheit richtig
nach den älteren Han-Annalen gezeichnet worden.
c) Spätere Zusätze. Nur geringfügig sind die Zusätze, die aus späteren Annalen-
werken eingetragen sind. Wenn wir sie aussonderten, würde in ihren Grundlagen die Karte
keine Änderungen erleiden.
Das ersehen wir schon aus den paar Bemerkungen, die den Annalen der späteren
Han (Hou-Han-shu) entnommen sind. Im Osten beschränken sie sich darauf, daß die Su-shen
auch I-lou, die Leute des östlichen T'i auch die des Reiches Groß-Wo genannt werden.
Im Westen bringen sie unvollständige Zusätze zu An-hsi (Parthien) und Chi-pin (Gandhāra).
Über An-hsi sagen sie nur, daß sein östliches Grenzgebiet Mu-lu (Merw) oder Klein-
An-hsi heiße. Noch bezeichnender ist der Zusatz zu Chi-pin, so daß wir den ganzen Text
hier wiedergeben, indem wir die Angaben aus dem Hou-Han-shu in eckigen Klammern
einschließen:
Chi-pin (Gandhāra). Im Südwesten ist Wu-i-shan-li (Alexandria, Arachosia), westlich hiervon
liegen Li-chien und T'iao-chih (Taokê = Bushîr). Wenn man über hundert Tage reist, so kommt man
nach T'iao-chih, das an das Westmeer grenzt.
[Wenn man das Westmeer durchfährt, so kommt man nach Ta Ch'in (Arabia felix) oder Li-chien.
Fan Yeh sagt¹: »Kan Ying kam nach T'iao-chih und an An-hsi vorbei. Er stand am Westmeere, um
nach Ta Ch'in auszuschauen. Dieses ist von den Sperren Yü-men und Yang (westlich von Tun-huang)
über 40000 li entfernt; die Entfernung des Westmeeres ist dieselbe.»]
Diese beiden Angaben, die sich auf Mu-lu und Ta Ch'in beziehen, sind offenbar
spätere Zusätze; das ergibt sich vor allem daraus, daß andere hiermit eng verbundene
Angaben des Hou Han-shu auf der Karte gänzlich unberücksichtigt geblieben sind. So
fehlt z. B. jeder Hinweis auf die westlich von Mu-lu gelegenen Stationen bis Yü-lo; eben-
sowenig ist Ta Ch'in in seiner Lage zum Westmeere zeichnerisch angedeutet, wie es schon
im Wei-Hsi-yü-t'u (551—554 n. Chr.) so klar zum Ausdruck gebracht ist (s. Pl. V).
Noch geringfügiger sind die Nachträge aus den Annalen der Sui-Dynastie (589—618
n. Chr.). Sie beschränken sich nur auf die alten Völkernamen Hsiung-nu und Ch'ü-sou;
mit den Hsiung-nu identifizieren sie die T'u-chüeh (Türken), mit den Ch'ü-sou die P'o-han
(in Ferghāna). Es fehlen also die andern aus den Annalen bekannten Gleichungen (s. oben
S. 236): Yüeh-chih = I-ta (Hephthaliten), Chi-pin = Ts'ao (Zābulistān), An-hsi = Mu (Amül).
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
17
.
.
.
.
|
.
.
.
.
28
.
.
.
.
|
.
.
.
.
38
.
.
.
.
|
.
.
.
.
48
.
.
.
.
|
.
.
.
.
59
.
.
.
.
|
.
.
.
.
69
.
.
.
.
|
.
.
.
.
80
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
122
.
.
.
.
|
.
.
.
.
132
.
.
.
.
|
.
.
.
.
142
.
.
.
.
|
.
.
.
.
152
.
.
.
.
|
.
.
.
.
162
.
.
.
.
|
.
.
.
.
173
.
.
.
.
|
.
.
.
.
183
.
.
.
.
|
.
.
.
.
193
.
.
.
.
|
.
.
.
.
203
.
.
.
.
|
.
.
.
.
213
.
.
.
.
|
.
.
.
.
223
.
.
.
.
|
.
.
.
.
233
.
.
.
.
|
.
.
.
.
243
.
.
.
.
|
.
.
.
.
254
.
.
.
.
|
.
.
.
.
264
.
.
.
.
|
.
.
.
.
275
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
291
292
293
294
295
.
298
.
.
.
.
|
.
.
.
.
308
.
.
.
.
|
.
.
.
.
319
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
346
.
.
.
.
|
.
.
.
.
357
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
428
.
.
.
.
|
.
.
.
.
438
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
485
.
.
.
.
|
.
.
.
.
496
.
.
.
.
|
.
.
.
.
508
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
530
.
.
.
.
|
.
.
.
.
545
.
.
.
.
|
.
.
.
.
555
.
.
.
.
|
.
.
.
.
565
.
.
.
.
|
.
582
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.