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0299 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 299 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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Dynastie | Datum | Gesamte Erde W-O | Gesamte Erde N-S | China W-O | China N-S | West-länder

Shang | um 1300 v. Chr. | 5 000 | 5 000 | 5000? | 5 000 | ?
Chou | um 1000 v. Chr. | 10 000 | 10 000 | 7000 | 7 000 | 5 000
Ch'in | um 250 v. Chr. | 10 000? | 10 000? | 9000? | 9 000? | 1 000?
Han | um Chr. Geb. | 28 000 | 26 000 | 9302 | 12 368 | 15 000
Chin | um 267 n. Chr. | 30 000 | 25 000 | ? | ? | 15 000
Sui | um 600 n. Chr. | 30 000 | 25 000? | 9300 | 14 813 | 15 000
T'ang | um 800 n. Chr. | 30 000 | 33 000 | 9510 | 16 918 | 15 000

Zwei Umstände sind es, die das Anwachsen der chinesischen Oikumene hervor-
gerufen haben, einmal die räumliche Entwicklung Chinas, vor allem aber die unerwartete
Entdeckung großer Ländermassen im Westen; während man noch unter der Ch'in-Dynastie
wohl kaum mehr als 1000 li Breite für den Westrand des Erdquadrats angesetzt hatte,
dehnte man sie unter der Han-Dynastie bis auf etwa 15000 li aus, einen Wert, der die
Breite Chinas nahezu um 6000 li übertraf. Es ist dabei berücksichtigt, daß wir für den
Ostrand bis zu den Japanischen Inseln 5000 li einfügen. Jene 15000 li, die schon von
Anfang an die Breite der Westländer ausgedrückt haben dürften, scheint Chia Tan in
seiner Erdkarte nicht überschritten zu haben; dagegen übertrifft sie in ihrer Nordsüd-
Ausdehnung die älteren Erdkarten um 8000 li.

d) Die vermutliche Darstellung der Westländer. Um ein ungefähres Bild von
der Darstellung der Westländer zu gewinnen, gehen wir von zwei verschiedenen Quellen
aus. Die eine ist das T'ang-shu, insbesondere das Buch, das die Itinerarien behandelt, da
wir annehmen dürfen, daß Chia Tan alle diese Angaben verwertet hat. Die zweite Quelle
dürfen wir in der ältesten überlieferten Karte, der vom Jahre 1137, erblicken; denn nach
den Andeutungen des Verfassers scheint es, daß er für seine Darstellung die des Chia Tan
benutzt hat (s. unten S. 275).

Treffen diese Voraussetzungen zu, dann haben wir uns die Darstellung zunächst in
der Weise zu denken, daß hier das Gerippe durch die Itinerarien gebildet wird, die Zentral-
asien und Hinterindien durchziehen, sowie an den Küsten des Indischen Ozeans bis nach
Baghdad entlang gehen. Nach diesen Richtlinien mag Chia Tan die verschiedenen Länder-