National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0359 |
Southern Tibet : vol.8 |
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graphischen¹ und hydrographischen Angaben; noch immer fehlt der Nordabfall des
Kwen-lun-Gebirges zwischen Keriya und dem Lop-nor. Gewisse Berichtigungen weist der
Tarim im Lauf seiner Quellflüsse auf, der Lop-nor erscheint wieder mit seinen Randseen,
von denen die drei nördlichen den Namen Grasseen erhalten.
Größer sind die Änderungen in der Verteilung und Nomenklatur der Siedelungen.
Über verschiedene Oasenplätze, wie Aksu, Ush und Yarkand, scheinen ganz neue Auf-
nahmen vorzuliegen; allerdings ist die Zahl der Ortsnamen jetzt etwas beschränkt. Aber
während man nach der Karte von 1761 als Verbindung zwischen Aksu und Kashgar nur
den Weg über Ush und Pichan kannte, bringt die Karte von 1863 dazu den Weg über
Maral-bashi und Yarkand; noch nicht eingetragen ist die direkte Strecke von Maral-bashi
nach Kashgar. Khotan ist mit Aksu wie bisher durch eine Route verbunden, die am
Khotan-darya entlang führt, aber bezeichnenderweise nach neuen Itinerarangaben.²
Für eine künftige historische Karte Ostturkistans ist es von Bedeutung, welches
Datum wir für diese neue Landesaufnahme anzusetzen haben. Wenn wir hiermit einige
andere chinesische Karten, insbesondere die des Hsi-yü-shui-tao-chi von 1824 vergleichen³,
so ergibt sich als ungefährer Zeitpunkt der Beginn des 19. Jahrhunderts.
c) Pamir. Noch bedeutender sind die Änderungen und Zusätze, welche die Dar-
stellung der Pamirgebiete erfahren hat. In ihren Grundzügen erinnert sie noch voll-
kommen an die Karte von 1761. So wiederholt sich hier der Fehler, durch den der
Tuz-köl und der Yeshil-köl, der Oxus und seine Zuflüsse in eine falsche Richtung gebracht
sind, so daß vom Tuz-köl an die Routen nicht nach Westen, sondern nach Süden ver-
laufen.⁴ Ebenso findet sich auf der Wutschang-Karte die Zeichnung der Gebirgsgegenden
westlich von Yarkand mit den Routen nach Sarigh-kol, Kanjut usw. wieder.⁵
Sonst aber haben besonders die Itinerare das Kartenbild stark verändert.⁶
Bisher kannte man von dem Flusse *Telbichuk oberhalb der Stadt Kashgar nur ein kurzes
Stück, jetzt konnte man ihn bis zur Quelle am Tong-burun-Paß⁷ verfolgen, und zwar ver-
mittelst eines Itinerars, das in derselben Richtung den Weg von Station zu Station angab
und noch weiter westlich im Tale der Kar-tegin Buruten endigte.⁸ Dieser reiche Zuwachs
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